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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Präsenzunterricht an den Schulen wird ausgesetzt

Datum 11.01.2021

Nur Notbetreuung für die Jahrgänge 1 bis 6 und Präsenzangebote zur Vorbereitung auf Prüfungen.

Für die meisten Schülerinnen und Schüler wird Unterricht und Lernen im Januar zuhause stattfinden. Bildungsministerin Karin Prien sagte heute (6. Januar): "Ab dem 11. Januar sollen die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein in der Distanz lernen. Der Präsenzunterricht in den Schulen ist ausgesetzt." Ziel sei es, so schnell und so dauerhaft wie möglich unter eine landesweite Inzidenz von 50 zu kommen. Prien: „Je eher wir dieses Ziel erreichen, desto eher können alle Schülerinnen und Schüler wieder zum Unterricht in die Schule gehen. Mehr noch, wir streben diese niedrige Inzidenz insbesondere an, damit die Schulen wieder im Präsenzunterricht öffnen können.“

Ausnahmen

Trotz der Schulschließungen sollen die Schülerinnen und Schülern im Land die Möglichkeit behalten, ihre Bildungslaufbahnen wie geplant fortzusetzen und Prüfungen zu absolvieren. Ab Montag 11. Januar, sollen deshalb die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen nach Stundentafel (nicht Stundenplan) und gemäß den Fachanforderungen unterrichtet werden.

Da das in den Schulen unterschiedlich gut abbildbar ist, kann dies sowohl im Rahmen von Präsenzunterricht als auch in Distanzlernformaten geschehen. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass Präsenzunterricht wahrgenommen werden kann, insbesondere von den Schülerinnen und Schülern, die zu Hause nicht ausreichend gute Lernumgebungen haben.

Die Schulen haben die organisatorische Flexibilität, um die Stundenplanung mit Blick auf die Prüfungen vorzunehmen. Fächer, in denen Abschlussklausuren geschrieben werden, haben Priorität. Aber auch die gesamte Bandbreite anderer Fächer ist wichtig, wenn diese in den Abschluss eingebracht werden bzw. für die Prüfungszulassung wichtig sind und schließlich auch für die weitere Bildungslaufbahn, damit die Anschlussfähigkeit z. B. beim Übergang in weiterführende Schulangebote gewährleistet ist. Die Schulen wägen vor diesem Hintergrund ab, welche Fächer bevorzugt in Präsenz unterrichtet und welche über Distanzlernformate abgedeckt werden können.

„Die Angebote finden in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt und es gilt natürlich weiterhin die Maskenpflicht“, betonte Ministerin Prien.

Wie schon im Frühjahr werde es auch jetzt eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 geben.

Neuer Corona-Reaktionsplan

„Ende Januar werden wir dann abhängig vom Infektionsgeschehen, den Inzidenzwerten und der Entwicklung der Mutationen des Virus sowie der Beschlusslage von Bund und Ländern sehen, ob und unter welchen Bedingungen wir die Schulen im Februar wieder schrittweise für den Präsenzunterricht öffnen können“, sagte die Ministerin. Es könne aber schon vorher zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts kommen, wenn in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen dauerhaft deutlich unter der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohnern liege.

Für die Zeit nach dem Lockdown habe das Bildungsministerium zudem, wie im Dezember angekündigt, den Corona-Reaktionsplan überarbeitet. „Zukünftig werden wir in Landkreisen, in denen die Inzidenz über 50 pro 100.000 Einwohner steigt, automatisch für die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7 in den Wechselunterricht gehen, und selbstverständlich werden wir auch weiterhin eine Inzidenzabhängige Maskenpflicht in unseren Schulen haben“, so Karin Prien.

Präsenz ist nicht zu ersetzen

Prien warnte vor falschen Erwartungen an die Digitalisierung. Schule sei darauf ausgerichtet, dass Kinder und Jugendliche persönlich zusammenkommen. Die Vielzahl der eingeleiteten Maßnahmen solle vor allem den Auswirkungen der Pandemie entgegensteuern: „Seit März 2020 haben wir mit unzähligen Maßnahmen versucht, die Schäden in Grenzen zu halten, die die Pandemie unserem Bildungssystem zufügt. Schule ist ein besonders wertvoller Ort. Der Unterricht im Klassenverband dient nicht nur dazu Wissen zu vermitteln. Er ist ein sozialer Raum, ein Lernraum und für manche Kinder und Jugendliche auch ein Schutzraum. Selbst das beste Lernmanagementsystem, selbst die perfekte Videokonferenz, können das Erlebnis gemeinsamen Lernens im Klassenraum nicht ersetzen." Am Ende dieser Phase wolle man daher die Erfahrungen im Lernen auf Distanz auch wissenschaftlich evaluieren.

Schulinformation (PDF 145KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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