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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Schulen nach dem Lockdown

Datum 17.12.2020

Wie geht es nach den Weihnachtsferien an den Schulen weiter? In Kiel hat Bildungsministerin Prien nun drei Szenarien vorgestellt.

Die Vorbereitungen für die Zeit nach dem nun beschlossenen Lockdown laufen. In einem Brief hat Bildungsministerin Karin Prien sich nun an die Schulleitungen gewandt und sie gebeten, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Der Unterricht in Präsenz habe unverändert hohe Priorität, heißt es in dem Schreiben. "Diese Überzeugung wird uns leiten bei der Betrachtung des Infektionsgeschehens Anfang Januar und den sich daraus abzuleitenden Konsequenzen." Die Organisation des Schulbetriebs ab dem 11. Januar sei abhängig von den Fallzahlen und den Beschlüssen der Regierungschefs der Länder. "Wir werden das weitere Vorgehen über den Jahreswechsel vorbereiten und dazu auch wie bisher die Expertise des wissenschaftlichen Beirates einbeziehen", betonte die Ministerin.

Szenario 1: Distanzunterricht

In ihrem Schreiben zeigte die Ministerin drei Wege auf, nach denen der Schulunterricht organisiert werden könnte. Sollte das Infektionsgeschehen bis zum 11. Januar weiterhin so hoch sein, dass Präsenzunterricht nicht denkbar sei, müssten sich die Schulen auf Distanzunterricht einstellen. Demnach müssten die Schulen alle Klassenstufen mit entsprechenden Unterrichtsangeboten versorgen, solange dies angesichts der Corona-Zahlen erforderlich ist. Gleichzeitig müssten jedoch Notbetreuungsangebote für Alleinerziehende oder Berufstätige in kritischen Infrastrukturen sichergestellt werden. Abweichende Regelungen könnten für Abschlussklassen gelten.

Szenario 2: Präsenzunterricht

Sofern die Infektionszahlen durch den Lockdown deutlich zurückgehen, wird der Präsenzbetrieb für alle Jahrgänge gemäß dem sogenannten "Rahmenkonzept Schuljahr 2020/21: Ein Schuljahr im Corona-Regelbetrieb" wiederaufgenommen.

Szenario 3: Mischformen

Sollte es nicht landesweit zu einer Entspannung kommen, müssten sich die Schulen auf verschiedene Formen des Unterrichtens einstellen. Gibt es beispielsweise im Januar lediglich einzelne Kreise, die als Corona-Hotspots gelten, könnte der Unterricht nur dort aus der Distanz oder in gemischter Fom stattfinden. Dabei sollen vor allem die Jahrgänge 1 bis 7 sowie die Abschlussklassen am Präsenzbetrieb teilnehmen – in Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden. Für die übrigen Jahrgänge sollen sich Präsenz- und Distanzangebote abwechseln. Schüler:innen im Einführungsjahrgang und in der Qualifizierungsphase Q1 werden in Distanz unterrichtet.

Besondere Herausforderung

"Die Pandemie hat uns allen und besonders den Schulen, den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schüler sehr viel abverlangt", sagte Prien in Kiel. "In dieser Situation bin ich als Ministerin dankbar, dass die Lehrkräfte an unseren Schulen zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler Großes geleistet haben."

Pandemie sorgt für Entwicklungsschub

Die technische Infrastruktur und das Lernen mit digitalen Medien hätten sich in den vergangenen Monaten stark verbessert, betonte Prien: "Die gesamte Republik erlebt gerade einen Innovationsschub. Zum Ende des Jahres hat fast jede Schule im Land ein Lernmanagementsystem, immer mehr Lehrkräfte bilden sich fort und die digitale Infrastruktur wird mit Hochdruck ausgebaut - es ist noch lange nicht alles gut, aber wir kommen gemeinsam voran wie nie zuvor." Die Schulen befänden in einem Transformationsprozess, der den Alltag sowie die Lehr- und Lernmethoden stark verändern werde. "All das funktioniert aber nur deshalb so gut, weil Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und alle, die an Schule beteiligt sind, in unserem Land konstruktiv zusammenarbeiten."

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