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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Sylter Geschichte erleben

Datum 06.08.2020

In vier Museen können Interessierte in die Vergangenheit der Insel eintauchen – Kinder und Jugendliche mit der MuseumsCard kostenlos.

Die nördlichste Insel Deutschlands ist sowohl bei Schleswig-Holsteiner:innen als auch bei Urlauber:innen ein beliebtes Ausflugsziel. Neben Sand, Strand und Meer locken die vier Museen des Sylter Heimatverein "Sölring Foriining" kultur- und naturbegeisterte Besucher:innen mit spannenden Geschichten.

Sylt im 18. Jahrhundert

Glimmender Schafsmist als Heizung und Alkovenbetten, in denen die Bewohner:innen halbsitzend schliefen, weil sie so kurz waren – das gehörte damals zum alltäglichen Leben der Insulaner:innen. Das Sylt Museum in Keitum bietet eine imposante Sammlung an historischen Trachten, Schmuckstücken, Standuhren und anderem Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert. Interessierte können außerdem zahlreiche Schiffsmodelle bestaunen und die Tücken des Walfangs kennenlernen.

Öffnungszeiten

1. Sölring-Museen
Montag bis Freitag 10 – 17 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertag 11 – 17 Uhr
Ab Oktober gelten andere Öffnungszeiten.

2. Weitere Informationen Sölring-Museen

Zu Besuch bei Ur-Sylter-Familie

Nur hundert Meter vom Sylt Museum entfernt steht das Altfriesische Haus. Dieses kauften die Gründungsmitglieder des Heimatvereins "Sölring Foriining" 1907 und funktionierten das ehemalige Wohnhaus in ein Museum um.

Bei einem Rundgang erhalten die Besucher:innen eindrucksvolle Einblicke in die Wohnkultur einer Kapitänsfamilie des 18. und 19. Jahrhunderts. In den vier Wohnräumen sind Originalmöbel sowie Alltagsgegenstände ausgestellt. Viele Details, wie z.B. die Fliesen an den Wänden und das Geschirr in den Schränken, erwecken den Eindruck eines immer noch belebten Hauses.

Auf dem Lehrpfad

Im Erlenbruchwald der Insel liegt ein Naturpfad für Jung und Alt, der durch Sylts "Urwald" zum Wattenmehr führt. Auf zahlreichen Infotafeln am Wegesrand gibt es Wissenswertes zu Flora und Fauna, v.a. zu den sogenannten Vogelkojen. Diese dienten dem Wildentenfang, der eine wichtige Nahrungs- und Erwerbsquelle für die Bevölkerung darstellte. Seit 1930 ist der Betrieb der insgesamt drei Vogelkojen auf Sylt eingestellt.

Das deutsche Stonehenge

Der Denghoog in Wenningstedt zählt zu den eindrucksvollsten und am besten erhaltenen Großsteingräbern Nordeuropas und ist so alt wie Stonehenge, die mystische Kultstätte in Großbritannien. "Denghoog" bedeutet ''Hügel mit einem unterirdischen Gemach''. Das etwa sechs Meter lange Ganggrab endet in einer großen Grabkammer. Zwölf Tragsteine bilden die Seitenwände und nach oben schließen drei mächtige Decksteine den Innenraum ab. Die einzelnen Steine sind bis zu 18 Tonnen schwer.

Naturpfad mit Ieiner Fangpfeife. Am Wegesrand steht eine Infotafel. Naturpfad Vogelkoje Kampen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Die Vogelkoje Kampen samt Fanganlage wurde bereits 1767 angelegt. © Sölring Foriining

Kostenloser Museumsbesuch für Jugendliche

Mit der MuseumsCard können Kinder und Jugendliche sowie Jugendgruppenleiter:innen das vielfältige Angebot von mehr als 100 Museen aus dem echten Norden erleben – und das kostenlos. Die vier Museen auf Sylt nehmen ebenfalls daran teil. Das Angebot gilt noch bis zum 1. November dieses Jahres.

Die Karte gibt es u.a. bei allen teilnehmenden Museen, Sparkassen, vielen Tourist-Informationen oder in der App. Weitere Informationen unter museumscard. Dort gibt es auch eine Übersicht aller teilnehmender Museen und die App zum Download.

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