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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

74 Millionen Euro für moderne Schulen

Datum 26.06.2020

Schleswig-Holstein setzt weiter auf Digitalisierung in den Schulen und will in den nächsten Jahren kräftig investieren.

"Das ist ein großer Schritt, damit wir unser Ziel erreichen, digitales Lernen und Lehren in allen Schulen und für alle Schülerinnen und Schüler zum Standard zu machen“, sagte Bildungsministerin Karin Prien. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass an der Digitalisierung von Unterricht und Lernen kein Weg mehr vorbeigehe. Digitale Angebote könnten und sollten den Präsenzunterricht nicht ersetzen, betonte sie. Gleichzeitig könnten diese aber den Unterricht sinnvoll ergänzen und zur Weiterentwicklung der Schulen in einer zunehmend digitalen Welt beitragen.

Gut vernetzt lernen

Ab dem kommenden Schuljahr wird das Land flächendeckend das Lernmanagementsystem "itslearning" einsetzen, sagte Prien. Die cloudbasierte Plattform ermögliche es Lehrkräften, Unterrichtsmaterial und Aufgaben bereitzustellen sowie Rückmeldungen zu den Ergebnissen zu geben. Schüler:innen könnten dort gemeinsam an Projekten arbeiten und untereinander kommunizieren – dank App funktioniert das sogar mobil. Auch Eltern können in die Kommunikation der Schule einbezogen werden. In Zukunft werden ebenso Videokonferenzen über einen Landesdienst möglich sein, darüber hinaus sollen schrittweise alle Lehrkräfte eine dienstliche E-Mail-Adresse erhalten.

Investition in Millionenhöhe

Die vergangenen Wochen seien ein harter Praxistext gewesen und hätten gezeigt, wo Verbesserungspotenziale bestehen, betonte Prien. "Dafür stellen wir jetzt erhebliche finanzielle Mittel – insgesamt 74 Millionen Euro – zusätzlich zur Verfügung, damit Schulen und Schulträger die Folgen der Pandemie bewältigen können und in Zukunft besser aufgestellt sind."

Folgende Mittel stehen für die Digitalisierung an Schulen bereit:

  • Mit 15 Millionen Euro will das Land sicherstellen, dass alle bedürftigen Schüler:innen vom Schulträger ein Tablet oder einen Laptop bereitgestellt bekommen. Auch die Entwicklung von Lernplattformen oder KI-Anwendungen wird gefördert.
  • 17 Millionen Euro erhält das Land aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes. Zusammen mit dem Landesanteil stehen insgesamt 18,7 Millionen Euro zur Verfügung, um öffentliche Schulen, Ersatzschulen, Schulen der dänischen Minderheit sowie Pflegeschulen zu unterstützen.
  • Mit weiteren 15 Millionen Euro sollen Schulen und Schulträger die zusätzlichen Hygienestandards zum Schutz vor dem Coronavirus gewährleisten können.
  • Für zusätzliches Personal stellt das Land 10 Millionen Euro bereit. Die neuen Beschäftigten sollen die Umsetzung der Digitalisierung pädagogisch begleiten, Lernrückstände mit den Schüler:innen aufholen und coronabedingte Personalausfälle ausgleichen.
  • Hinzu kommen voraussichtlich weitere 17 Millionen Euro aus Bundesmitteln für weitere Kosten, beispielsweise für Systemadministration.
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