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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Start ins "digitale Semester"

Datum 30.03.2020

Angesichts der Corona-Krise bauen die Hochschulen im echten Norden ihre Angebote zur Online-Lehre weiter aus.

Vorlesungen, Seminare und Prüfungen sind abgesagt, Bibliotheken und Mensen bleiben geschlossen. Für rund 62.000 Studierende im echten Norden sollte in diesen Wochen eigentlich das Sommersemester beginnen – stattdessen sitzen sie zu Hause. Die Hochschulen im Land arbeiten nun daran, möglichst schnell möglichst viele ihrer Lehrangebote online zugänglich zu machen.

Regulärer Lehrbetrieb im Internet

Auch wenn Präsenzveranstaltungen weiterhin ausgesetzt sind, finden an der Fachhochschule Kiel die meisten Vorlesungen und Seminare seit dem 16. März planmäßig statt. Dozenten laden ihre Vorträge per Video ins Internet, Studierende nutzen Lernplattformen um Aufgaben zu bearbeiten, Seminare finden per Videokonferenz statt. Auch viele Zusatzangebote der FH, wie etwa die Sprachkurse am International Center, können so regulär starten. Mittlerweile berichten Studierende für das Campusmagazin von ihrem neuen Studienalltag und teilen Tipps für das Lernen im Home-Office.

Auch an der Technischen Hochschule Lübeck wurde ein Großteil der Lehre erfolgreich ins Internet verlegt. Beide Hochschulen haben bereits viel Erfahrung mit digitalen Angeboten: Die FH Kiel bietet seit vielen Jahren Online-Studiengänge in den Fachbereichen Medien, Maschinenbau und Wirtschaft an, an der TH ist die bekannte digitale Weiterbildungsplattform "oncampus" angesiedelt.

Zwei Millionen Euro Sofortprogramm

Die Christian-Albrechts-Universität, mit 27.000 Studierenden und rund 200 Studiengängen die größte Hochschule im echten Norden, hat kurzfristig zwei Millionen Euro für die digitale Lehre bereitgestellt. Von dem Geld sollen vor allem zusätzliche Personalkosten gedeckt und die digitale Infrastruktur verbessert werden – denn bislang sind die Systeme der Universität nicht darauf ausgelegt, von allen Studierenden gleichzeitig genutzt zu werden. Zusätzlich erhalten Dozenten technische Beratung bei der Umstellung ihres Unterrichts auf Online-Angebote. Regulärer Vorlesungsbeginn an der CAU ist der 1. April.

Flexible Prüfungsregelungen

Neben den Lehrveranstaltungen, an denen überall gearbeitet wird, müssen die Hochschulen auch ausgefallene Prüfungstermine und Praktika koordinieren. Schriftliche Klausuren werden größtenteils nachgeholt, gleichzeitig müssen oft auch flexible Lösungen für neu entstandene Probleme gefunden werden. So wurden beispielsweise an der Christian-Albrechts-Universität die Bearbeitungszeiträume für Bachelor- und Masterarbeiten verlängert, solange die Hochschulbibliotheken geschlossen bleiben. An der Universität Lübeck können mündliche Prüfungen zum Teil per Videokonferenz stattfinden. An der Fachhochschule Westküste können Studierende auch dann an den Abschlussprüfungen im Sommer teilnehmen, wenn ihre letzte Vorprüfung im März ausgefallen ist.

Ausstellungen und Konzerte fallen aus

Selbstverständlich lässt sich nicht das komplette Campusleben der Universitäten in das Internet übertragen. Das gilt ganz besonders für den Kulturbereich: So verschiebt sich beispielsweise an der Europauniversität Flensburg die Ringvorlesung zum 100-jährigen Jubiläum der deutsch-dänischen Volksabstimmungen von 1920. An der Musikhochschule Lübeck fallen Proben und das für Anfang Mai angesetzte Brahms-Festival aus. Auf dem Campus der FH Kiel bleiben der Mediendom, die Sternenwarte und das Computermuseum geschlossen – dafür kann die Skulpturenausstellung "LINE – VOLUME – SPACE", die aktuell auf dem Gelände der Fachhochschule gezeigt wird, auch online betrachtet werden.

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