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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Der Digitalpakt kommt

Datum 15.03.2019

Der Digitalpakt Schule hat die letzte Hürde im Bundesrat genommen. Schleswig-Holsteins Schulen erhalten damit noch in diesem Jahr mehr Geld.

Der Bundesrat hat der für den Digitalpakt Schule notwendigen Grundgesetzänderung zugestimmt. Neben Finanzhilfen für die digitale Ausstattung von Schulen kann der Bund die Länder zukünftig auch mit zweckgebundenen Mitteln beim sozialen Wohnungbau und dem öffentlichen Nahverkehr unterstützen. "Die Grundgesetzänderung schafft die Vorrausetzungen dafür, dass eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zum Digitalpakt Schule in Kraft treten kann", sagte Bildungsministerin Karin Prien. Die ersten Mittel könnten schon in der zweiten Jahreshälfte 2019 zur Verfügung stehen.

Mehr als 200 Millionen Euro für die Schulen

Durch die Einigung erhalten die 800 Schulen im Land 170 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Landesregierung von knapp 17 Millionen Euro. Mit dem Geld will das Land digitale Bildungskonzepte voranbringen und Lehrer fortbilden. Doch auch die Versorgung mit Computern, Tablets und Smartphones sowie mit Breitband-Internet ist vorgesehen. "Wir fangen jedoch nicht bei Null an", sagte die Ministerin. Die Landesregierung habe bereits ein eigenes Digitalprogramm aufgelegt, um die Schulen an das schnelle Glasfasernetz anzuschließen – 35 Millionen Euro stünden dafür bereit.

Digitale Modellschulen in SH

Ein Projekt, das in Schleswig-Holstein von den Mitteln des Digitalpaktes profitiert, sind die mittlerweile 130 digitalen Modellschulen im Land. Seit 2015 erproben sie neue Konzepte zum Lernen mit digitalen Medien. Eine aktuelle Evaluation der letzten beiden Jahre dieses Projektes zeigt, dass mittlerweile nahezu alle Modellschulen mit einem eigenen Medienkonzept arbeiten. Lehrkräfte stehen dem Einsatz neuer Medien in der Schule mehrheitlich positiv gegenüber. Sie bewerten den Erwerb digitaler Kompetenzen als wichtiges Unterrichtsziel. Sowohl Schüler als auch Lehrer schätzen ihre eigene Medienkompetenz als hoch ein. Die Qualität des Internetzugangs wird allerdings von den meisten nur als "ausreichend" eingestuft.

Genau hier soll der Digitalpakt Abhilfe nach der Bildungsministerin Abhilfe schaffen. "Auf den Erfahrungen der Modellschulen können wir aufbauen", sagte Prien. "Deshalb ist die Evaluation so wertvoll für uns. Sie zeigt uns, wie wir jetzt die Mittel des Digitalpaktes am besten einsetzen können – zum Beispiel, um die IT-Ausstattung der Schulen passgenau zu verbessern."