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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Zuwendungen für kulturelle Schätze

Datum 24.07.2019

Kleine wie große Kulturorte sind wichtig für die Vielfalt im Land: Kulturministerin Prien hat heute zwei Förderbescheide über 375.000 Euro übergeben.

Das Kupfer- und Messingwerk in der Gemeinde Harrislee (nördlich von Flensburg) hat eine lange Geschichte. Gegründet wurde es vom dänischen König Christian IV. im 17. Jahrhundert und war später einer der größten Industriebetriebe im Herzogtum Schleswig. Es überstand den Wechsel von der Dänischen zur Deutschen Verwaltung nach 1864, die zwei Weltkriege und wurde 1962 geschlossen – nach mehr als 300 Jahren Betrieb. Seit 1998 kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt des ehemaligen Industriestandortes.

Unterstützung für Museumsarbeit

Kulturministerin Karin Prien besuchte am zweiten Tag ihrer Sommertour das Industriemuseum und hatte einen Zuwendungsbescheid über 25.000 Euro im Gepäck. Mit dem Geld soll in den Museumsräumen eine neue Deckenheizung eingebaut sowie ein zusätzlicher Windfang im Eingangsbereich installiert werden. "Die historischen Gebäude, die Maschinen und Werkzeuge werden mit viel Leidenschaft und Aufwand gepflegt und für heutige und nachkommende Generationen bewahrt. Hier wird unser industriekulturelles Erbe sichtbar und 400 Jahre deutsch-dänische Industriegeschichte erlebbar", sagte Prien. Mit diesem Zuschuss würdige das Land nicht nur das große ehrenamtliche Engagement, sondern auch die anspruchsvolle Museumsarbeit.

500.000 Euro für kulturelle Vielfalt

Das Industriemuseum Kupfermühle ist eine von 16 Institutionen, die in diesem Monat Gelder aus dem Investitionsförderprogramm "Freie Kulturszene und kleine Kultureinrichtungen" erhalten. Insgesamt stellt das Land in diesem Jahr rund 500.000 Euro für den Kauf von Ausstattungsgegenständen und Baumaßnahmen zur Verfügung.

Restaurierung der Waldemarsmauer

Fünf Menschen stehen vor einer Mauer und unterhalten sich. Einer hält ein Blatt Papier in den Händen. 350.000 € für die Waldemarsmauer: Kulturministerin Prien (l.) übergab den Förderbescheid an den stellv. Landrat, Walter Behrens. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) 350.000 Euro für die Waldemarsmauer: Kulturministerin Prien (l.) übergab den Förderbescheid an den stellv. Landrat, Walter Behrens. © Bildungsministerium

Anschließend ging es für Kulturministerin Karin Prien zur UNESCO-Welterbestätte Haithabu/Danewerk. Dort besichtigt sie die Überreste der Waldemarsmauer. Vom ursprünglich 27 Kilometer langen, zwei Meter dicken und wahrscheinlich fünf Meter hohen Verteidigungswall sind heute nur noch Reste erhalten. Der größte Teil der Mauer liegt unter einem Erdwall begraben, lediglich die ursprünglichen Umrisse sind noch erkennbar. Nur ein 80 Meter langer Teil ist heute noch sichtbar, aber dringend sanierungsbedürftig. "Wir haben hier einen Schatz, den es unbedingt zu pflegen und zu bewahren gilt, damit weitere Generationen Geschichte live erleben können. Ich freue mich, dass die Landesregierung zum Erhalt der Waldemarsmauer einen kleinen Teil beitragen kann", sagte Prien bei der Übergabe eines Förderbescheids über 350.000 Euro für die Arbeiten an der Waldemarsmauer.

Berichte von der Sommerreise

Tag 1: Kulturelle Entdeckungsreise

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