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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Besondere Unterstützung

Datum 23.04.2019

Das Land will Perspektivschulen bis 2024 mit 50,3 Millionen Euro fördern. Die ersten zwanzig Schulen hat Bildungsministerin Karin Prien vorgestellt.

"Schulen mit besonderen Herausforderungen verlangen und verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit und eine besondere Unterstützung", sagte Bildungsministerin Karin Prien bei der Vorstellung der ersten 20 Perspektivschulen im echten Norden. "Diese Schulen in einem sozial belasteten Umfeld haben Besonderes zu leisten", betonte Prien. Sie bräuchten zusätzliche Unterstützung, um für sich und ihre Schüler neue Perspektiven zu entwickeln. Bis 2024 wird das Land deshalb 60 sogenannte Perspektivschulen mit insgesamt 50,3 Millionen Euro unterstützen.

Gestaffelte Förderung

Die ersten zwanzig Schulen erhalten bereits mit Beginn des neuen Schuljahres jeweils 25.000 Euro sowie zusätzliche Mittel in Abhängigkeit ihrer Schülerzahl. "Sie sind die Schulen mit dem größten Bedarf und erhalten als erste und über den längsten Zeitraum bis 2024 insgesamt 25,5 Millionen Euro", sagte die Ministerin.

In einer zweiten Phase werden im nächsten Jahr weitere 20 Perspektivschulen ermittelt. Sie werden insgesamt zehn Millionen Euro erhalten. Ab 2021 werden in einer dritten Phase nochmals 20 Perspektivschulen mit insgesamt sechs Millionen Euro unterstützt.

Das Förderprogramm läuft gestaffelt: In diesem Jahr stellt das Land 3,3 Millionen Euro bereit. Im nächsten Jahr werden weitere acht Millionen Euro, 2021 dann neun Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ab 2022 werden bis 2024 noch einmal zehn Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt.

Breites Netzwerk an Unterstützung

Generell können die Perspektivschulen das Geld für neue Projekte, Personal sowie für bereits laufende Aktivitäten verwenden. "Wir lassen den Schulen dabei eine möglichst breite Wahlmöglichkeit, um ihren Anforderungen gerecht werden zu können", sagte Prien.

Gefördert werden die Perspektivschulen auch vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Es unterstützt die Lehrer durch Fortbildungen und vermittelt ihnen beispielsweise neue Methoden, um Lernstoff besser zu vermitteln. An Schüler der Sekundarstufe I richtet sich zudem ein musikpädagogisches Projekt des Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF).

Hintergrund

Bis vor kurzem gab es keinen einheitlichen Index zur Einordnung der Schulen. Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik wurde beauftragt, einen Perspektivschul-Index zu entwickeln. Kriterien waren dabei unter anderem der Anteil der Schüler, die Deutsch nur als Zweitsprache sprechen sowie der Anteil der Schüler, die eine Klasse wiederholen mussten.

Ab dem nächsten Schuljahr werden für den Index zusätzlich die Ergebnisse von Elternbefragungen berücksichtigt.

Die ersten 20 Perspektivschulen

alle öffnen

Grundschulen

  • Grundschule Bürgerschule, Husum
  • Fröbelschule, Kiel
  • Grundschule Rübekamp, Pinneberg
  • Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule, Kiel
  • Schule am Göteborgring, Kiel
  • Schule am Heidenberger Teich, Kiel
  • Schule Mastbrook, Rendsburg
  • Schule Ramsharde, Flensburg
  • Vicelinschule, Neumünster

Gemeinschaftsschule mit Grundschulteil

  • Heinrich-Mann-Schule, Lübeck
  • Julius-Leber-Schule, Lübeck
  • Klaus-Groth-Schule, Kiel
  • Max-Tau-Schule, Kiel
  • Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule, Kiel

Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe

  • Comenius-Schule, Flensburg
  • Gemeinschaftsschule am Brook, Kiel
  • Leif-Eriksson-Gemeinschaftsschule, Kiel
  • Schule Altstadt, Gemeinschaftsschule der Stadt Rendsburg
  • Wilhelm-Tanck-Schule, Neumünster

Gemeinschaftsschule mit Oberstufe

  • Bertha-von-Suttner-Schule, Geesthacht
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