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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Zeitplan für Digitalpakt veröffentlicht

Datum 18.04.2019

170 Millionen Euro sollen für die digitale Ausstattung der Schulen in den echten Norden fließen. Nun hat das Land einen Zeitplan vorgelegt.

"Wir arbeiten mit voller Kraft an der Umsetzung des Digitalpakts Schule. Ich gehe davon aus, dass die Schulträger ab August ihre Anträge auf Digitalmittel stellen können", sagte Bildungsministerin Karin Prien. Nun gehe es darum, die Bedarfe der mehr als 900 Schulen im Land abzufragen.

Für die nächsten Schritte legte die Ministerin nun einen Zeitplan vor. Derzeit stehe die Umsetzung einer bundesweiten Verwaltungsvereinbarung im Vordergrund, betonte Prien. Dafür fehle noch die Zustimmung einiger Bundesländer. Der schleswig-holsteinische Landtag hatte den ausgehandelten Kompromiss von Bund und Ländern bereits im März abgesegnet.

Land unterstützt Schulen bei Antragsstellung

Ende April startet eine dreiwöchige Online-Abfrage zur IT-Ausstattung bei den Schulträgern – als Vorbereitung für das eigentliche Antragsverfahren. Ein Informationsschreiben zur Befragung sowie ein Antragsvordruck seien den Schulen bereits zugegangen, erklärte die Bildungsministerin.

Die Abfrage solle belastbar aufzeigen, wie gut die Schulen im Land schon jetzt mit Tablets, Computern und digitalen Tafeln ausgestattet seien. Auf dieser Grundlage könnten die Schulträger dann ihre Anträge stellen -  dabei werden sie von Experten beraten. "Wir haben im Haushalt für dieses Jahr zehn zusätzliche Stellen bereitgestellt, um Lehrkräfte bei der Umsetzung der digitalen Möglichkeiten im Fachunterricht zu unterstützen", betonte Bildungsministerin Prien.

Antragsverfahren startet im August

Derzeit ist vorgesehen, dass Bund und Länder Ende April ihre Verwaltungsvereinbarung unterzeichen – zeitgleich startet im echten Norden die Bestandsaufnahme zur Schulausstattung. Die Ergebnisse sollen im Mai ausgewertet und in ein Landesprogramm überführt werden – in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden.

Im Sommer stellt das Land sein Programm in der Steuerungsgruppe aus den Staatssekretären der Länder vor. Ab August soll das Antragsverfahren für Mittel aus dem Digitalpakt offiziell starten.

Schwerpunkt Digitale Bildung

Schleswig-Holstein erwartet innerhalb der kommenden fünf Jahre 170 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule. Zusätzlich ergänzen Land und Kommunen diese Investitionen durch einen Eigenanteil von zehn Prozent.

"Schleswig-Holstein fängt beim Thema digitale Bildung nicht bei Null an", sagte Prien. Das Land sei im Bundesvergleich gut aufgestellt. Beispiele seien etwa die einheitliche Schulverwaltungssoftware, die noch in diesem Jahr in die Pilotphase gehe, der komplette Glasfaseranschluss von Schulen bis 2021 sowie der beginnende Aufbau eines Schulportals. Zudem gebe es mehr als 160 digitale Modellschulen im Land.