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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Demokratie durch Kultur
stärken

Datum 06.03.2018

Ministerin Prien hat die kulturpolitische Strategie des Landes vorgestellt und die Bedeutung der Kultur für die Demokratie hervorgehoben.

Viele Bilder hängen an einer Wand, welche von prachtvollen Rahmen ummantelt sind. Die Förderung von Museen ist Teil der kulturpolitischen Strategie der Landesregierung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Förderung von Museen ist Teil der kulturpolitischen Strategie der Landesregierung. © M. Staudt/ grafikfoto.de

Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik: Unter diesem Motto stand die Landeskulturkonferenz im Nordkolleg in Rendsburg. Für Kulturministerin Karin Prien hätte dieser Leitsatz nicht passender sein können. "Kultur ist politisch! Demokratie ist ohne Kultur nicht denkbar. Wir können sogar sagen: Demokratie macht unsere Kultur fundamental aus", sagte sie.

Verantwortung übernehmen und Freiheit sicherstellen

Damit die Kultur weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Demokratie leistet, setzt sich die Landesregierung für die Freiheit der Künste ein. "In einer Welt, in der Künstler, Intellektuelle, Journalisten und Wissenschaftler bedroht werden, müssen wir eine Initiative für die Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Presse und Meinungsfreiheit unterstützen – auch aus historischer Verantwortung", betonte die Ministerin. Sie sei davon überzeugt, dass künstlerische Freiheit Unterstützung aus der Politik benötige.

Land fördert kulturelle Bildung

Daneben steht der Ausbau von kulturellen Bildungsangeboten ganz oben auf der Liste der Landesregierung. "Wir wollen die Angebote der kulturellen Bildung vor allem für Kinder und Jugendliche erhöhen, insbesondere an der Schnittstelle von Schule und Kultur", erklärte Prien. Die Auszeichnung von zehn Kulturschulen, mit der sie bereits Ende 2017 begonnen habe, setze hier ein Zeichen. Diese Schulen hatten sich mit einem eigenen Gesamtkonzept zur Förderung kultureller Bildung besonders profiliert. Fünf von ihnen bekommen nun über drei Jahre Mittel in Höhe von je 15.000 Euro. 2020 soll das Projekt weitergehen, sodass diese und weitere Schulen ein immer größer werdendes kulturelles Netzwerk bilden.

Zahlreiche Projekte

Aber auch außerhalb der Klassenzimmer soll die kulturelle Bildung weiterentwickelt werden. Um das zu erreichen, strebt die Regierung die Fortführung des Kulturdialogs, eine Profilierung der Landesmusikakademie im Nordkolleg, die Konzeption für ein Haus der Geschichte sowie ein Förderprogramm zur Stärkung der freien Kunstszene an. Außerdem will das Land die Beratung von Museen institutionalisieren.

Digitalisierung vorantreiben

Als dritter Schwerpunkt steht die Digitalisierung auf der Agenda der Ministerin. "Ich möchte den digitalen Wandel in der Kulturellen Infrastruktur gestalten und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Kultur reflektieren", erklärte sie.

Ministerium setzt Impulse

Prien nahm sich und ihr Haus besonders in die Pflicht. So habe sie vor, das Ministerium selbst zu einem Podium für schleswig-holsteinische Künstler zu machen und so den Diskurs über Kunst und Kultur zu fördern. "Wir brauchen eine Diskussion über die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum", sagte die Kulturministerin. "Diese Diskussion will ich anstoßen."