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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Tipps zum Umgang mit
Religion

Datum 14.02.2018

Auf zwölf Seiten zeigt das Bildungsministerium, wie Schulen mit Religion, Islamismus und Salafismus umgehen können.

Eine Schülerin mit Kopftuch schaut auf eine Tafel auf der eine Mind-Map zu sehen ist. Darin stehen unter anderem die Begriffe Islam, Koran, und Glaube. Religion und Islam in der Schule (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Wie umgehen mit Religion, Islam und Salafismus in der Schule? Dazu hat die Landesregierung nun eine Broschüre veröffentlicht. © dpa

Extreme religiöse Ansichten nehmen auch in Schleswig-Holstein zu. So stieg die Zahl der Salafisten im echten Norden laut Verfassungsschutzbericht 2016 um etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer zwölfseitigen Broschüre gibt das Land nun den Schulen einen Handlungsleitfaden an die Hand, um auf Islamismus und Salafismus bei Schülern zu reagieren.

"Wir haben festgestellt, dass es zu diesen Themen immer wieder Beratungsbedarf gibt. Mit dieser Broschüre bieten wir Schulleitungen und Lehrkräften eine konkrete Hilfestellung, damit sie pädagogisch angemessen und gleichzeitig rechtssicher handeln können", sagte Bildungsministerin Karin Prien. In den kommenden Tagen werde die Broschüre an alle öffentlichen Schulen im Land verschickt.

Mehr Personal für Extremismus-Prävention

Prien kündigte an, im Leitungsbereich des Ministeriums eine zentrale Anlaufstelle zur Extremismus-Prävention einzurichten. Jeglicher Extremismus – ob politisch oder religiös motiviert – sei ein Angriff auf die demokratische und pluralistische Kultur der Gesellschaft, sagte sie. "Deshalb ist es umso wichtiger, die Kinder und Jugendlichen so früh wie möglich zu immunisieren gegen radikale Tendenzen und ihnen die geltenden Regeln für das Zusammenleben in dieser Gesellschaft deutlich zu machen."

Im Spannungsfeld von Pädagogik und Rechtssicherheit

Die Broschüre gibt Antworten auf die häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit religiös begründeten Problemsituationen aufkommen. So geht es zum Beispiel darum, ob sich Schüler aus religiösen Gründen vom Unterricht freistellen lassen können, etwa vom Schwimm- oder Sexualkundeunterricht oder an Feiertagen. Außerdem gibt sie Hinweise auf den richtigen Umgang mit islamistischen oder salafistischen Gruppen, die Einfluss auf den Unterricht nehmen wollen.