Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Schulen werden digital

Datum 10.12.2018

Immer mehr Schulen haben Zugang zum schnellen Internet und bieten WLAN an. Diese Entwicklung will die Landesregierung weiter vorantreiben.

Schüler arbeiten mit Tablets Schüler arbeiten mit Tablets (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Immer mehr Schulen setzen im Unterricht auf digitale Medien. © M. Staudt / grafikfoto.de

Mit großen Schritten Richtung Zukunft: Mehr als die Hälfte der Schulen im echten Norden hat Zugang zu schnellem Internet, knapp 80 Prozent unterrichten ihre Schüler im Umgang mit digitalen Medien. Das geht aus dem dritten Bericht zur IT-Ausstattung und Medienbildung hervor, den Bildungsministerin Karin Prien nun vorgelegt hat. 704 der insgesamt 797 Schulen im Land hatten sich an der Umfrage beteiligt – das entspricht gut 88 Prozent. "Es gibt einen positiven Trend: Die IT-Ausstattung der Schulen verbessert sich langsam. Das zeigen die aktuellen Zahlen über Internetanschlüsse, fest installiertes WLAN und Medienkonzepte", sagte Prien in Kiel.

Schnelles Netz an allen Schulen bis 2020

Zuletzt hatte die Landesregierung 2016 die Schulen zu ihrer Ausstattung befragt. Seitdem hat sich Einiges getan: Verfügten vor zwei Jahren noch weniger als ein Drittel der Schulen über schnelle Internetanschlüsse, sind es heute bereits 51,3 Prozent. Bis 2020 will die Landesregierung alle Schulen an das Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz anschließen. An 77 Prozent der Schulen gibt es zumindest in Teilen der Schule ein WLAN, das entspricht einem Plus zwischen 8 und 15 Prozent an den allgemeinbildenden Schulen. An den berufsbildenden Schulen ist der Sprung sogar noch größer: Mittlerweile verfügen alle Schulen über WLAN, 2016 waren es noch knapp 78 Prozent.

Digitalpakt zügig umsetzen

Der Bericht benenne aber auch den weiteren Bedarf der Schulen, betonte Bildungsministerin Prien: "Vieles davon haben wir mit unserem ‚Digitalen Bildungspaket Schleswig-Holstein’ bereits auf den Weg gebracht. Doch wir brauchen auch die Gelder aus dem Digitalpakt, der nach zweijährigem Vorlauf jetzt endlich kommen muss." Erst kürzlich hatten die Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen eine geplante Grundgesetzänderung abgelehnt, die zusätzliche Bundesmittel in Milliardenhöhe für die Schulen ermöglicht hätte. Prien erklärte, weitere Zeitverzögerungen für die Grundgesetzänderung seien nicht gerechtfertigt. "Jetzt muss die Möglichkeit geprüft werden, den Digitalpakt auch ohne Grundgesetzänderung umzusetzen."

Grafik zu IT-Ausstattung an den schleswig-holsteinischen Schulen IT-Ausstattung und Medienbildung an Schulen 2018 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) ©Bildungsministerium

Lernkonzepte für digitale Medien

Knapp 80 Prozent der befragten Schulen haben die Einbindung digitaler Medien in den Unterricht konzeptionell verankert. 260 Schulen davon geben an, dass sie derzeit an ihren Medienkonzepten arbeiten – 2016 waren es 122, im Jahr 2014 sogar nur 21.

Die Mediennutzung in der Schule bleibt hinter den Möglichkeiten zurück – davon sind 79 Prozent der Schulleitungen überzeugt. Die Gründe: mangelhafte Ausstattung, zu wenig Zeit und nicht ausreichend qualifizierte Lehrkräfte. So schätzen die meisten Schulen ihren Bedarf an Lehrerfortbildungen in Technik und Fachdidaktik als "mittel" oder sogar "hoch" ein. "Mit einer guten IT-Ausstattung schaffen wir nur den Rahmen für das Lehren und Lernen in der digitalen Schule", sagte die Ministerin. Ebenso wichtig wie die Technik sei es, die Lehrkräftefortbildung zu stärken und den Schülern die notwendige Medienkompetenz zu vermitteln.

Eine besondere Funktion kommt dabei den 130 digitalen Modellschulen und Referenzschulen für das Lernen mit digitalen Medien im Fachunterricht zu: Sie zeigen, wie Digitalisierung gelingen kann und unterstützen sich gegenseitig.