Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Vom Ingenieur zum Berufsschullehrer

Datum 29.08.2018

Studierende sollen in Zukunft leichter in den Lehrerberuf wechseln können – das sieht eine neue Kooperationsvereinbarung dreier Hochschulen vor.

Eine Schulklasse sitzt vor einem Lehrer, im Vordergrund liegen einige Headsets auf dem Tisch. Unterricht in "Dialogmarketing" in einer beruflichen Schule in Flensburg. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Fachhochschülern soll der Weg ins Berufsschullehramt erleichtert werden. © M. Staudt / grafikfoto.de

Berufsschullehrkräfte werden gesucht – auch in Schleswig-Holstein. Nun wollen die Europa-Universität (EUF) und die Hochschule Flensburg sowie die Fachhochschule Kiel und die zukünftige Technische Hochschule Lübeck enger zusammenarbeiten, um mehr Lehrkräfte auszubilden. Mithilfe eines "Satellitenmodells" sollen Studierende der ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengänge künftig problemlos in den Masterstudiengang "Lehramt an Beruflichen Schulen" an der EUF wechseln können.

Neuartiges Modell

im Beisein von Bildungsministerin Karin Prien unterzeichneten die Präsidien der Hochschulen in Kiel die Kooperationsvereinbarungen. "Wir schaffen einen zusätzlichen Zugang, um die dringend benötigten Lehrkräfte in den technischen Fachrichtungen zu bekommen. Damit ist ein weiterer Punkt in unserem Konzept zur Lehrkräftegewinnung umgesetzt", sagte die Ministerin. Ein vergleichbares Angebot für Studierende gibt es bundesweit nur an der Universität Siegen.

Vereinfachter Wechsel

Das "Satellitenmodell" richtet sich beispielsweise an Maschinenbau- oder Informatikstudierende an der Hochschule Flensburg, der Fachhochschule Kiel und der zukünftigen Technischen Hochschule Lübeck. Sie können im Verlauf ihres Bachelors den Studienschwerpunkt "Berufliche Bildung" belegen. Dieser besteht aus Modulen zur Berufspädagogik und Fachdidaktik und wird vom "Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik" der Europa-Universität Flensburg angeboten.

Mehrere Personen sitzen an einem Tisch. Im Amtszimmer von Bildungsministerin Prien (l.) unterzeichneten die Hochschulvertreter die Kooperationsvereinbarung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Im Amtszimmer von Bildungsministerin Prien (l.) unterzeichneten die Hochschulvertreter die Kooperationsvereinbarung. © Bildungsministerium

Im Anschluss wechseln die Studierenden direkt in das Masterstudium "Lehramt an Beruflichen Schulen" an der EUF – etwa in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Informationstechnik und Metalltechnik möglich. So könnte beispielsweise ein Studierender mit einem Bachelorabschluss in Maschinenbau in ein Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Metalltechnik einsteigen.

Erfolgreiche Probephase

Prien erklärte, die Flensburger Hochschulen hätten dieses Modell in den vergangenen Jahren erfolgreich erprobt. Im Wintersemester 2018/19 gäbe es dieses Angebot nun auch in Kiel und Lübeck. Die Ministerin ist optimistisch, dass dadurch die Zahl der Lehramtsstudierenden langfristig steigen werden: "Unser Modell ist attraktiv und überzeugt durch seine hohe fachliche und pädagogische Kompetenz."