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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Wertschätzung für Pädagogen

Datum 17.04.2018

Gute Nachrichten für mehr als 7.000 Lehrkräfte an den Grundschulen: Sie sollen bis 2026 spürbar mehr Gehalt bekommen.

Schüler und Lehrer im Gespräch Schüler und Lehrer im Gespräch (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die rund 7.000 Grundschullehrer bekommen bis 2026 mehr Gehalt. © M. Staudt / grafikfoto.de

Die 7.013 Lehrkräfte an den 473 Grundschulen und Grundschulteilen in Schleswig-Holstein sollen besser besoldet werden. Auf einen entsprechenden Stufenplan hat sich die Regierungskoalition verständigt. Ziel sei die deutliche Stärkung dieser Schulart, sagte Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel.

Ausdruck der Wertschätzung

Es gehe um Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte an den Grundschulen, erklärte Finanzministerin Monika Heinold. "Die bessere Bezahlung ist ein richtiger Schritt, denn die Grundschullehrkräfte leisten im Schulalltag Großartiges!" Es sei richtig, die Besoldung ab 2020 schrittweise aufzustocken. Damit sei dieser finanzielle Kraftakt einfacher zu stemmen. Sozialminister Heiner Garg sprach von einem intelligenten Fahrplan, mit dem zugleich die Attraktivität des Grundschullehramtes gesteigert werden solle.

Schrittweise Aufstockung

Bis zum Jahr 2026 sollen alle Lehrkräfte von Besoldungsstufe A12 nach A13 aufsteigen. Die Differenz werde ab dem Schuljahr 2020 in sechs Schritten ausgeglichen. Der Unterschied zwischen beiden Besoldungsstufen liegt in der sogenannten Erfahrungsstufe 4 derzeit bei 405,24 Euro. Die Koalitionspartner rechnen mit knapp zwei Millionen Euro zusätzlichen Kosten im ersten Jahr. Die Mehrausgaben pro Schuljahr belaufen sich auf voraussichtlich knapp 27,5 Millionen Euro.

Start im kommenden Jahr

Bereits zum 1. August 2019 sollen in einem ersten Schritt die Gehälter von Schulleitern und deren Stellvertretern um zunächst eine halbe, zum 1. August 2020 um eine volle Besoldungsstufe steigen. Die Kosten für diesen Teil des Stufenplans schlagen zunächst mit knapp 1,2 Millionen Euro, ab 2021 dann mit 5,3 Millionen Euro zu Buche.

Ebenfalls ab 2019 soll die Besoldung für Kräfte am Institut für Qualitätsentwicklung Schleswig-Holstein (IQSH) sowie für Lehrer auf Funktionsstellen etwa an Grundschulen mit Förderzentren in zwei Etappen angehoben werden. Die Mehrkosten hierfür werden im Jahr 2021 knapp 700.000 Euro betragen. Mit dem Beschluss über die Eckwerte zum Haushaltsentwurf 2019 und zur Finanzplanung für die kommenden Jahre will das Kabinett die Pläne für die Verbesserungen im Grundschulbereich in der kommenden Woche absichern.