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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Medizin auf höchstem Niveau

Datum 21.12.2017

Am Kieler Universitätsklinikum profitieren die Patienten in Zukunft von sechs neuen OP-Sälen und hochmodernen medizinischen Systemen.

Ein Mann zeigt anderen Personen ein technisches Gerät. Herzstück des neuen Hybrid-OPs ist eine 'Augmented Reality'-Navigationstechnik, die weltweit als eine der ersten in Kiel Verwendung findet. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Herzstück des neuen Hybrid-OPs ist eine 'Augmented Reality'-Navigationstechnik, die weltweit als eine der ersten in Kiel Verwendung findet. © Universitätsklinikum SH

Drei Jahre hatte der Bau gedauert, nun hat die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) den neuen zentralen Operationsbereich auf dem Kieler Campus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) fertiggestellt. GMSH-Geschäftsführer Dr. Frank Eisoldt überreichte den Schlüssel an den Vorstandsvorsitzenden des UKSH, Professor Dr. Jens Scholz. Damit stehen in Kiel künftig 15 hochmoderne OP-Säle für die gesamte Bandbreite der Medizin zur Verfügung.

Patienten profitieren doppelt

"Wir können stolz sein, mit dem UKSH ein Klinikum der Maximalversorgung zu haben, das den Menschen in Schleswig-Holstein eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau sichert", sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien bei der Schlüsselübergabe. Deshalb hat das Land rund 27,5 Millionen Euro in den Bau des Zentrums investiert. "So profitieren die Patienten nicht nur von erstklassiger Versorgung, sondern auch, indem die Forschenden am UKSH immer neue Anwendungsmöglichkeiten der Medizintechnik entwickeln", erklärte die Ministerin.

Klinikum der Zukunft

Ein Saal voller Monitore und Gerätschaften, in dem viele Ärzte gerade operieren. Hybrid-OPs verfügen über zusätzliche bildgebende Verfahren wie CT oder MRT. So können Ärzte deutlich besser minimalinvasiv arbeiten. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der erste Hybrid-OP am Kieler UKSH ist seit 2013 in Betrieb. © Universitätsklinikum SH

Die nun entstandenen sechs Säle vervollständigen das Operative Zentrum am Kieler Campus. Sie sollen in Zukunft vor allem für Wirbelsäulen- sowie Herz- und Gefäßchirurgie genutzt werden. Zwei der Säle sollen mit dem "da Vinci"-System ausgestattet werden, einem hochmodernen OP-Roboter mit besonders leistungsfähigen Kameras, der die Handbewegungen der Chirurgen millimetergenau auf den Patienten überträgt.

Bereits 2010 waren am Campus acht Säle in Betrieb genommen worden. Drei Jahre später hatte das UKSH hier zusätzlich einen sogenannten "Hybrid-OP" eingerichtet. Diese hochmodernen Operationssäle sind mit Anlagen zur Bildgebung ausgestattet, etwa Magnetresonanztomografen (MRT) oder Computertomografen (CT). Das ermöglicht den Ärzten in vielen Fällen, den Patienten minimalinvasiv zu behandeln, also ohne große Operationswunden zu verursachen.

Augmented Reality im OP

Fünf der neuen Säle haben eine Grundfläche von rund 50 Quadratmetern, einer von ihnen wurde als Großraum-OP mit 76,8 Quadratmetern ausgebaut. Hier hat das UKSH einen zweiten Hybrid-OP eingerichtet, in dem eines der weltweit ersten "Augmented Reality"-Diagnosesysteme installiert ist. Dieses legt 3D-Röntgenaufnahmen über optische Bilder des Patienten auf dem OP-Tisch. Das erlaubt es dem Chirurgen, virtuell "durch die Haut des Patienten zu blicken".

Mehr als 31.000 Operationen im Jahr

Mit den neuen Räumlichkeiten sind in Zukunft 30 OP-Säle auf dem Campus Kiel in Betrieb, in denen täglich operiert wird. In einem Jahr finden hier rund 31.500 Operationen statt.

Video: Ministerin Karin Prien zum neuen Zentral-OP