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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Spitzenforschung stärken

Datum 15.12.2017

Wissenschaftsministerin Prien will sich für die Ko-Finanzierung von drei speziellen Projekten der CAU einsetzen.

Wissenschaftler arbeitet im Labor. Geomar Laboratory (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Drei Cluster aus Schleswig-Holstein haben die Möglichkeit von der Exzellenzstrategie Fördergelder in Höhe bis zu 132 Millionen Euro zu erhalten. © Michael Staudt/grafikfoto.de

Schleswig-Holstein entwickelt sich immer stärker zu einem attraktiven Wissenschaftsstandort. Einen wichtigen Beitrag leisten hierzu die starken Hochschulen. Ihre erfolgreiche Arbeit zeigt sich in drei Clustern unter Leitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sie wurden am 28. September dieses Jahres vom Expertengremium der Exzellenzstrategie eingeladen, einen Förderantrag zu stellen. Sollten alle drei Anträge erfolgreich sein, könnten inklusive Programm- und Universitätspauschalen über sieben Jahre bis zu 164 Millionen Euro für die Förderung der Spitzenforschung in Schleswig-Holstein fließen.

"Erstklassig investiertes Geld"

Das Land müsste davon 25 Prozent tragen. Das wären 41 Millionen Euro für den gesamten Förderzeitraum, knapp sechs Millionen Euro pro Jahr. "Ich werde mich dafür einsetzen, dass die CAU die nötige Unterstützung erhält und die Ko-Finanzierung gesichert ist. Wir wollen Schleswig-Holstein zu einem starken Wissenschaftsland machen", erklärte Ministerin Karin Prien anlässlich des Berichts zur Exzellensstrategie im Landtag. "Das wäre erstklassig investiertes Geld. Denn wir haben eine einmalige Chance für die Universität, für die Wissenschaft im Land. Wir hätten die Chance, dauerhaft Strukturen und Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung erheblich zu verbessern."

Forscher aus dem ganzen Land beteiligt

Wie vielseitig der Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein ist, spiegeln die drei Cluster wider: So beschäftigt sich das Projekt "Precision Medicine in Chronic Inflammation" mit der Entzündungsforschung. Beteiligt sind neben der CAU unter anderem die Universität zu Lübeck, das UKSH, das Forschungszentrum Borstel und das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie Plön sowie die Muthesius Kunsthochschule (Fördervolumen: 57 Millionen Euro).

Den Ozean besser verstehen lernen

Ein weiteres Cluster, das die Chance auf Förderung hat, ist "Future Ocean Sustainability". Wie beeinflusst der Ozean das Klima und unsere Umwelt im Zuge der fortschreitenden Klimaerwärmung? Wie können lebende und nicht lebende Ressourcen nachhaltig oder nur mit geringen Auswirkungen genutzt werden, um Schutz und Nutzen des Ozeans in Einklang zu bringen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Wissenschaftler des Projekts. Die CAU wird hierbei vom Geomar, dem Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften unterstützt (Fördervolumen: 42 Millionen Euro).

Auf den Spuren der Vergangenheit

Das dritte Cluster der CAU, das sich Hoffnungen auf eine Förderung machen kann, ist "ROOTS - Gesellschaft, Umwelt und Kultur im vergangenen Welten". Hierbei geht es darum die "Wurzeln" gegenwärtiger Krisen unter verschiedenen sozialen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen Aspekten neu zu erforschen. Daran sind unter anderem das IPN und das Archäologische Landesmuseum sowie das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie beteiligt (Fördervolumen: 32 Millionen Euro).

Am 27. September 2018 wird ein internationales Expertengremium entscheiden, welche Anträge endgültig bewilligt werden.