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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Von den Nachbarn lernen

Datum 09.11.2017

Bildungsministerin Karin Prien hat auf ihrer Estlandreise viele neue Impulse für die digitale Bildung erhalten.

Panorama einer historischen Altstadt. Tallinn ist die Hauptstadt Estlands. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerin Karin Prien reist in die estnische Hauptstadt Tallinn. © Martin Hochreiter / pixabay.com

Ummelden, Ausweise beantragen und sogar wählen - in Estland geht das alles bequem von zuhause aus. Der Ostseeanrainer gilt als digitaler Vorzeigestaat, auch im Bildungssektor: Computer und Tablets sind in der Schule Standardausstattung.

Begleitet von Bildungsexperten reiste Ministerin Karin Prien nach Estland, um vor Ort einen Eindruck des Digitalisierungsvorreiters zu gewinnen bei Schulbesuchen, politische Gesprächen und im Austausch mit estnischen Fachleuten. "Die Digitalisierung ist ein gesamtgesellschaftliches und ein internationales Thema. Daher ist jenseits regionaler und nationaler Ideen und Lösungen der Blick über den Tellerrand wichtig. So entstehen Vernetzungen, von denen immer alle Beteiligten profitieren", sagte die Ministerin. Mit der estnischen Bildungsministerin Mailis Reps tauschte Prien sich über Erfahrungen und Chancen der digitalen Bildung aus.

Bildungsministerin Karin Prien zu Gast bei der estnischen Bildungsministerin Mailis Reps Estland-Besuch (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bildungsministerin Karin Prien zu Gast bei der estnischen Bildungsministerin Mailis Reps MBWK

Digitaler Vorzeigestaat

Estland habe bei der PISA-Studie 2015 hervorragende Ergebnisse erzielt und viele Menschen gut in die digitale Gesellschaft mitgenommen, sagte Prien. Zudem sei die digitale Infrastruktur in Estland weit ausgebaut: Bereits Ende der 1990er Jahre habe jede estnische Schule einen Internetzugang gehabt.

"Ich finde es bereichernd und hilfreich, sich vor Ort über Chancen und Risiken der Digitalisierung auszutauschen und von den langjährigen Erfahrungen in Estland zu lernen", hob die Bildungsministerin hervor. Die auf der Reise gewonnenen Erkenntnisse könnten für Schleswig-Holsteins Entwicklungsstrategie im Bereich Lernen mit digitalen Medien sehr hilfreich sein. So nutzen viele Schulen Tallinns beispielsweise elektronische Klassenbücher, damit Lehrer und Eltern von zuhause aus Einsicht in die Einträge nehmen können.