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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Prien zum Tag der Deutschen Einheit: „Historisch-politische Bildung bleibt Daueraufgabe!“

Datum 24.09.2020

KIEL. In ihrer Landtagsrede zum Tag der Deutschen Einheit betonte Ministerin Karin Prien heute (24. September), dass die Wiedervereinigung trotz aller Widrigkeiten ein Glücksfall und ein großer gemeinsamer Erfolg aller Menschen in Deutschland sei. Die Deutschen neigten dazu, im Alltag vor allem die Defizite zu sehen. „Die Wiedervereinigung ist etwas, für das es keine Blaupause gab. Jeder Schritt wurde zum ersten Mal getan, gemeinsam von Menschen, die zum Teil verunsichert waren und in ganz unterschiedlichen Systemen aufgewachsen waren“, betonte Karin Prien. Prien erinnerte an das Fest zu 30 Jahren Deutsche Einheit, das im vergangenen Jahr in Kiel gefeiert wurde. In Potsdam, wo in diesem Jahr die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit stattfinden, präge Corona das Bild auf den Straßen. „Diese Ruhe gibt uns auch die Möglichkeit, innezuhalten und ebenfalls mit etwas Abstand auf die letzten 30 Jahre zu blicken“, so die Ministerin, die auch selbstkritisch auf die westdeutsche Perspektive der Wiedervereinigung blickte: „Nicht immer wurde dabei der richtige Ton getroffen und bis heute haben wir definitiv zu wenig Ostdeutsche in Führungspositionen. Das müssen wir ändern – im Osten und im Westen.

Prien hob besonders hervor, dass die Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte nun auch verstärkt in der Kultur stattfinde. Dabei hob sie besonders preisgekrönte Schriftstellerinnen und Schriftsteller, darunter den diesjährigen Träger des Preises der Leipziger Buchmesse Lutz Seiler hervor, der in seinem Roman „Stern 111" eine berührende Geschichte der unmittelbaren Nachwendezeit erzähle.

Als Bildungsministerin sei ihr dagegen sehr wichtig, dass die Deutsche Einheit auch an den Schulen eine größere Rolle spiele. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ein entscheidender Teil unserer Geschichte in Vergessenheit gerät. Nur wer erinnert und bewahrt, kann den Blick nach vorne richten“, so Prien. Es gebe fächerübergreifend zahlreiche Anknüpfungspunkte, darunter zum Beispiel die Bürgerrechtsbewegung der DDR sowie Austauschprogramme und Begegnungen zwischen Schülergruppen aus Ost und West, von denen es aber durchaus mehr geben sollte.

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: David Ermes | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de 

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