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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Bildungsministerin Karin Prien zu EAG-Bericht der OECD:

Datum 08.09.2020

KIEL. Bildungsministerin Karin Prien kommentierte den jüngsten Bericht der OECD zur Bildung in Deutschland (Education at an glance) heute (8. September) mit den Worten: „Der Bericht macht einmal mehr den Stellenwert der Beruflichen Bildung im deutschen Bildungssystem deutlich. Es ist sehr erfreulich, dass auch in der OECD ein Blick auf das für die Fachkräfteentwicklung so wichtige Thema geworfen wird. Wir sehen auch in Schleswig-Holstein, dass die Beruflichen Schulen einen wesentlichen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. So haben zum Beispiel allein in diesem Jahr fast 20 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten ihre Hochschulreife über die Berufliche Bildung erlangt.“ Insgesamt seien rund 10.000 allgemeinbildende Abschlüsse - vom Ersten allgemeinbildenden Abschluss, den Mittleren Abschluss, der Fachhochschulreife bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife - an den 34 berufsbildenden Schulen im Land erworben worden. Zugleich seien die Berufsbildenden Schulen mit ihren Berufsschulen neben der betrieblichen Ausbildung die zweite Säule im dualen System. Prien: „Sie haben schnell mit neuen digitalen Angeboten auf die Corona-bedingten Schulschließungen reagiert und es ist in dieser schwierigen Situation gelungen, dass über 15.000 Auszubildende erfolgreich ihre Abschlussprüfungen absolvieren konnten“, hob die Ministerin hervor. Sie dankte zugleich den Lehrkräften und allen Prüferinnen und Prüfern, die bis weit in die Sommerferien hinein, die Prüfungen abgenommen haben.

Die Stärkung der Beruflichen Bildung bezeichnete Prien als wesentliches Anliegen der Bildungspolitik im Land. „Deshalb unterstützen wir die Beruflichen Schulen auch mit zusätzlichen Ressourcen“, so die Ministerin. So gebe es zum Beispiel seit diesem Schuljahr eine zusätzliche Unterrichtsstunde an den Beruflichen Gymnasien in den Fachrichtungen Agrarwirtschaft, Berufliche Informatik, Ernährung, Gesundheit und Soziales, Technik und Wirtschaft. Sie diene vorzugsweise der Vertiefung im Fach Mathematik auf grundlegendem Anforderungsniveau. Außerdem erhalte im Laufe des Schuljahres 2020/21 jede berufsbildende Schule eine Bildungsbegleiterin oder einen Bildungsbegleiter, die oder der sich hauptamtlich um die berufliche Orientierung der Jugendlichen an den Schulen kümmere. Da sich in diesem Jahr die Ausbildungsplatzvergabe noch weiter hinziehen werde, „bieten wir zudem ein zusätzliches „Brückenjahr für Auszubildende ohne Ausbildungsvertrag“ mit der Möglichkeit, jederzeit in eine betriebliche Ausbildung zu wechseln. Dafür bieten wir 400 zusätzliche Plätze an, die in den Fachklassen der Berufsschule beschult werden“, erläuterte die Ministerin.

„Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, setzen wir nun auch die lange geforderte Neuausrichtung der Organisationsstruktur für die berufliche Bildung in die Tat um“, sagte Prien weiter. Das Land Schleswig-Holstein werde das SHIBB am 1. Januar 2021 in Verantwortung des Wirtschaftsministeriums gründen. Damit könnten die Kompetenzen der beruflichen Bildung zukünftig unter einem Dach gebündelt werden und die anstehenden Herausforderungen durch eine verbesserte Personalausstattung und zusätzliche Ressourcen bewältigt werden. Die oberste Schulaufsicht für die berufsbildenden Schulen werde aber im Bildungsministerium verbleiben und damit auch die Verantwortung für das Schulgesetz und die Verordnungen in der beruflichen Bildung. Eine gute Kooperation der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Schulen sei damit auch weiterhin gewährleistet.

  

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de 

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