Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Bildungsbonus für PerspektivSchulen: Bildungsministerin Karin Prien benennt weitere 21 Schulen

Datum 05.03.2020

„Es ist richtig, Schulen in einem sozial belasteten Umfeld besonders zu fördern“

KIEL. Zweite Runde im Programm der PerspektivSchulen: Nach dem Startschuss im vergangenen Jahr benannte Bildungsministerin Karin Prien heute (5. März) weitere 21 allgemeinbildende Schulen, die ab dem Schuljahr 2020/21 mit einem Bildungsbonus unterstützt werden. Damit nehmen insgesamt 41 allgemeinbildende Schulen an dem Programm teil. Darunter sind Schulen in Lübeck (5), Kiel (1), Neumünster (2), Flensburg (1), Kreis Pinneberg (3), Kreis Stormarn (1), Kreis Schleswig-Flensburg (3), Kreis Herzogtum Lauenburg (1), Kreis Dithmarschen (1), Kreis Rendsburg-Eckernförde (3). „Die Rückmeldungen der ersten PerspektivSchulen bestätigen unseren Weg: Es ist richtig, Schulen in einem sozial belasteten Umfeld besonders zu fördern. Das ist keine Stigmatisierung, sondern gibt den Schulen im Gegenteil die Wertschätzung, die sie für ihre oftmals schwierige Arbeit verdienen. Wir zeigen den Kindern und Jugendlichen damit, dass wir ihnen eine Perspektive auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben geben“, sagte Bildungsministerin Karin Prien. Die neuen 21 Schulen erhalten über einen Zeitraum bis 2024 rund 11 Millionen Euro. Die Landesregierung stellt für das PerspektivSchul-Programm bis 2024 rund 50,3 Millionen Euro für insgesamt 60 allgemeinbildende Schulen zur Verfügung.

Auswahl nach PerspektivSchul-Index und Elternbefragung
Die Schulen werden nach zwei sich ergänzenden Kriterien ausgewählt: einem PerspektivSchulindex, der bei den Grundschulen den Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache, den Anteil von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die VERA-Ergebnisse in Mathematik und Deutsch sowie der Anteil der Klassenwiederholungen berücksichtigt. Bei den Gemeinschafts-schulen werden auch die Ergebnisse der zentralen Abschlüsse und die Quoten der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss berücksichtigt. Um den Bedarf noch genauer bestimmen zu können, haben in der zweiten Runde auch die Ergebnisse von Elternbefragungen eine Bedeutung. Es wurde unter anderem nach dem Geburtsland Eltern/Großeltern; Sprache, die zu Hause gesprochen wird, Schul- und Berufsausbildung sowie Berufstätigkeit der Eltern gefragt.

Unterstützung der PerspektivSchulen
Jede Schule erhält einen Sockelbetrag von 25.000 Euro und ein schülerbezogenes Budget. Zudem stehen Mittel für die Vernetzung im Stadtteil, ein Startpaket und ein Back Office im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung. Die Schulen der zweiten Staffel, die ab 2020/21 gefördert werden, erhalten über den gesamten Programm-Zeitraum 8,13 Millionen schülerbezogen und 2,75 Millionen Sockelbeitrag. Die Schulen der ersten Staffel, die über einen längeren Zeitraum gefördert werden, erhalten insgesamt 25,5 Millionen Euro. Die Schulen der dritten Staffel, die ab dem Schuljahr 2021/22 in der Förderung sind, werden bis 2024 mit insgesamt sechs Millionen Euro zusätzlich unterstützt. Generell können die PerspektivSchulen die Mittel für neue Projekte, Kooperationen und Personal sowie für bereits laufende Aktivitäten der Schulen verwenden. Mit den Schulträgern wurde vereinbart, dass besonders neue pädagogische Projekte wie beispielweise die Einrichtung einer Lernwerkstatt unterstützt werden.

Arbeit an den PerspektivSchulen
Von der Schulaufsicht wird die PerspektivSchule beispielsweise durch besondere Beratungsangebote und durch Hilfe bei der Vernetzung und durch Fortbildungs-angebote gefördert. Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) bietet Unterstützung im Rahmen von Programmen wie „Niemanden zurücklassen“ und Schulfeedback sowie didaktisches Training oder Coachings. Eine Rolle spielt auch die Kulturelle Bildung.

Bildungsministerin Prien: „Ein Partner ist die Wübben Stiftung. Das ‚Schulleitungs-programm‘ der Stiftung ist ein für das Land Schleswig-Holstein weiterentwickelte Programm.“ Geplant sei, die Schulleiterinnen und Schulleiter mit speziellen Fortbildungen und im Projektmanagement zu begleiten und in einem Netzwerk miteinander zu verbinden. Begleitend wird die Arbeit der PerspektivSchulen evaluiert – erste Ergebnisse werden im zweiten Quartal diesen Jahres vorliegen. Die Evaluation, so Ministerin Prien, werde Erkenntnisse bringen, „was wir richtig gemacht haben und wo wir noch nachsteuern müssen.“ Sie erhoffe sich Erkenntnisse für den Schulentwicklungsprozess an anderen Schulen, für die Netzwerk- und Qualitätsentwicklung und für die Hospitationen von Schulleitungen.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Beate Hinse | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-5807 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

Liste der weiteren 21 „PerspektivSchulen“, die zum Schuljahr 2020/21 starten

Teilen:

 

Alle Medien-Informationen direkt erhalten?

RSS Abonnieren Sie hier unseren Newsfeed.