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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Kulturministerin Karin Prien freut sich über zusätzliche Mittel von 6,5 Millionen Euro für den Kulturbereich: „Schleswig-Holstein stärkt die kulturelle Infrastruktur“

Datum 26.01.2020

KIEL. Aus der Verwendung des Haushaltsüberschusses 2019 sollen 6,5 Millionen Euro in den Kulturbereich fließen. Kulturministerin Karin Prien freute sich heute (26. Januar) über diese Entscheidung der Landeregierung. „Mit diesen zusätzlichen Investitionsmitteln stärken wir die kulturelle Infrastruktur. Das ist unser Beitrag, um unter anderem Kofinanzierungsmittel für die Modernisierung der Spielstätten der Theater zur Verfügung zu stellen und uns an notwendigen Investitionen bei Heimvolkshochschulen und Bildungsstätten zu beteiligen. Zugleich können wir helfen, authentische Orte der Erinnerungskultur und Gedenkstätten zu erhalten und das jüdische Gemeindeleben zu fördern.“

Ministerin Prien: „Die Jamaika-Regierung steigert kontinuierlich die Mittel für Kultur. Im Vergleich zu 2017 haben wir die Summe um 25,8 Prozent auf jetzt 65,5 Millionen Euro erhöht. Das ist ein klares Bekenntnis zur Kultur und honoriert die wertvolle Arbeit der Kulturschaffenden im Land.“ Sie verwies darauf, dass die Summe von 65,5 Millionen Euro noch ergänzt werde um jetzt 59,5 Millionen Investitionsmittel für kulturelle Einrichtungen aus dem Landesprogramm IMPULS 2030 und Kulturförderung des Bundes in Höhe von 22,75 Millionen Euro. 

Übersicht der wichtigsten Projekte, die aus den zusätzlichen 6,5 Millionen Euro gefördert werden:

  • Kofinanzierung Bundesprogramme
    (Zwei Millionen Euro)
    Die Gelder sollen unter anderem für die Nolde-Stiftung, die Eutiner Festspiele sowie die Sanierung und Modernisierung des Theaters Lübeck eingesetzt werden.
  • Investitionen in die Modernisierung der Bildungsstätten und der Heimvolkshochschulen
    (Zwei Millionen Euro)
    Ministerin Prien: „Wir investieren in die Weiterbildungsinfrastruktur, weil Weiterbildung und kulturelle Erwachsenenbildung wesentliche Bausteine für eine gelingende gesellschaftliche Transformation darstellen.“
    Vor allem in den öffentlich geförderten Bildungsstätten stehen Modernisierungsinvestitionen an, die ohne Unterstützung des Landes nicht realisiert werden können. In einzelnen Standorten ist der Komfortstandard nicht mehr zeitgemäß. Die Mitgliedseinrichtungen des Landesverbandes der Volkshochschulen werden durch zusätzliche Mittel aus dem IMPULS-Programm fit gemacht, um an dem umfassenden gesellschaftlichen Wandlungsprozess aktiv und gestaltend mitzuwirken.
  • Jüdische Landesverbände
    (1,1 Millionen Euro)
    Investitionen in den zwei Einrichtungen/Synagogen Waitzstraße und Wikingerstraße in Kiel.
  • Förderung von Gedenkstätten
    Cap-Arcona-Museum im zeitTor Museum Neustadt
    (300.000 Euro)
    In der Neustädter Bucht liegt einer der herausragenden schleswig-holsteinischen Erinnerungsorte – der historische Schauplatz der „Cap-Arcona-Katastrophe“ vom
    Mai 1945. Über 7.000 KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme befanden sich auf dem ehemaligen Passagierschiff, als es bombardiert wurde und unterging. Seit 1990 erinnert das Museum Cap Arcona in Neustadt an das Geschehen am Kriegsende. Das zum 45. Jahrestag der Ereignisse 1990 fertig gestellte Museum befindet sich in einem östlichen Anbau an dem historischen Kremper Tor. Derzeit ist der Platz dort sehr beschränkt und nur schwer erreichbar. Nach gemeinsamer Auffassung von Land und Stadt soll die Ausstellung verlegt und in chronologische Abfolge der Stadtgeschichte integriert werden. So kann in Zukunft auch ein barrierefreier Zugang über einen Fahr­stuhl gewährleistet werden. Insbesondere ist auch eine zeitgemäße, multimediale Präsentation und entsprechende Ein- und Umbauten nötig.

    Henri-Goldstein-Haus
    (200.000 Euro)
    Im Himmelmoor bei Quickborn befindet sich mit dem Henri-Goldstein-Haus eines der wenigen authentischen, in Schleswig-Holstein erhaltenen Gebäude, in dem rund 50 jüdische Gefangene unter Bedingungen lebten, die denen in den Konzentrationslagern entsprachen. Hier wurden französische und sowjetische Kriegsgefangene sowie politische Gefangene als Zwangsarbeiter zur Torfgewinnung eingesetzt. Die Stadt Quickborn will in dem Haus gemeinsam mit einem privaten Trägerverein eine öffentlich zugängliche Gedenkstätte einrichten. Das Projekt ist bereits 2016 Bestandteil des Landesgedenkstättenkonzeptes geworden. Das MBWK setzt sich für den angemessenen Erhalt der authentischen Gebäude unter Denkmalschutzaspekten und das angemessene Gedenken im Rahmen der schleswig-holsteinischen Gedenk- und Erinnerungskultur ein.

    Flüchtlingsmuseum in Oksböl-Varde/Dänemark
    (100.000 Euro)
    Kulturministerin Karin Prien. „Wir haben als enge Nachbarn eine gemeinsame Geschichte. Für die Landesregierung ist es deshalb sehr wichtig, dieses einmalige Projekt im „Deutsch-Dänischen Kulturellen Freundschaftsjahr“ gemeinsam mit der Bundesregierung zu unterstützen.“ In Zeiten der Flüchtlingsströme nach Europa sei ein Museum, das dieses historische und höchst aktuelle Thema aufnehme, ein großartiger Beitrag zur kulturellen Bildung, zur Verständigung und Überwindung von kulturellen Grenzen. Zwischen 1945 und 1949 lebten bis zu 35.000 Deutsche gleichzeitig in Dänemarks größtem Flüchtlingslager in Oksböl. Aus den einstigen Ostgebieten waren sie in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges per Schiff ins deutsch besetzte Dänemark evakuiert worden. Das 1941 von der deutschen Wehrmacht errichtete Lazarett des ehemaligen Flüchtlingslagers soll zu einem Flüchtlingsmuseum aufgebaut werden und damit das gleichzeitig historische und aktuelle Flüchtlingsthema vermitteln. Die Kosten für das neue Museum betragen rund 13,6 Millionen Euro. Die Bundesrepublik Deutschland trägt 1,3 Millionen Euro zur Finanzierung bei, Schleswig-Holstein 100.000 Euro. Der Löwenanteil kommt von der Varde Kommune, dem dänischen Staat, der Königin Margarethe und Prins Hendrik Stiftung und vielen weiteren dänischen und auch einigen deutschen Stiftungen.
  • Rockmusikstiftung
    (800.000 Euro) Proberäume für Rock- und Pop-Musik in Neumünster.

 

In den 65,5 Millionen Euro Kulturmittel sind auch 2,9 Millionen Euro enthalten, die Ende des vergangenen Jahres über die Nachschiebeliste bereitgestellt worden sind. Daraus werden folgende Projekte finanziert: Zuschuss für Investitionen für Kinos im ländlichen Raum, Zuschuss für Investitionen für herausragende Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein, Zuschuss für Sicherheitsmaßnahmen an jüdischen Gemeinden und Kofinanzierungsmittel für das Denkmalschutzprogramm des Bundes.

 

 

 

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Beate Hinse | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

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