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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Ministerin Karin Prien im Landtag: Gedenken an die Teilung Deutschlands und den Mauerfall ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Bildungsauftrag

Datum 26.09.2019

KIEL. „Für mich ist der 9. November 1989 der glücklichste und verrückteste Tag der deutschen Nachkriegsgeschichte“, sagte Bildungsministerin Karin Prien heute (26. September) in der Landtagsdebatte zum Thema „Gedenken an die friedliche Revolution von 1989/90“. Glücklich, weil ein Unrechtsregime endete und verrückt, weil ein so großer historischer Moment durch einen so banalen Satz ausgelöst worden sei. „Aber wir dürfen jetzt nicht zulassen, dass wieder gedankliche Mauern hochgezogen werden“, sagte Prien weiter. Es sei wichtiger denn je, das „Wir-Gefühl“ zu stärken und die freiheitliche Demokratie des geeinten Deutschlands zu verteidigen. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, betonte Prien und ein wesentlicher Bildungsauftrag.

„Unsere Schulen nehmen diesen Auftrag sehr ernst. Sie vermitteln nicht nur die Theorie der Demokratie im Wipo-Unterricht, sondern – viel wichtiger – sie praktizieren demokratische Strukturen und Beteiligung und machen Politik in zahlreichen Projekten und Initiativen erlebbar“, sagte sie. So werde zum Beispiel der 9. November als Erinnerungstag gemeinsam von Schulen aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gestaltet. Geplant sei unter anderem ein Zusammentreffen mit Schülerinnen und Schülern aus Lübeck und Nordwestmecklenburg, bei dem über die zeitgeschichtlichen Ereignisse und Zukunftsperspektiven für die jüngere Generation diskutiert werden soll. Außerdem soll es einen Schülerwettbewerb zur Gestaltung des 9. Novembers als Gedenktag geben sowie Zeitzeugenbefragungen und vieles mehr.

„Demokratie ist nicht selbstverständlich, sie ist verwundbar. Kein Datum in der deutschen Geschichte machte das so deutlich wie der 9. November: 1919, 1939, 1989“, sagte Prien. Deshalb sei politische Bildung so bedeutsam und deshalb sei der Landesregierung auch das Gedenken an die deutsch-deutsche Teilung und an den Mauerfall so wichtig. So soll die ehrenamtlich aufgebaute und geführte Grenzdokumentationsgeschichte Lübeck-Schlutup weiterentwickelt werden. „Außerdem ist es unser Ziel, verschiedene Erinnerungsorte entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze bei uns in Norddeutschland zu professionalisieren und dabei Vermittlungsangebote vor allem für jüngere Menschen zu entwickeln“, sagte Ministerin Karin Prien.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  

 

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