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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Fachtagung „Künstliche Intelligenz“ in der Berliner Landesvertretung

Datum 30.11.2018

Ministerin Karin Prien: Computer für das Lehren und Lernen nutzen, aber Lehrkräfte nicht ersetzen

KIEL. „Wir stehen vor der nächsten digitalen „Zeitenwende: ´Künstliche Intelligenz´ wird die Welt verändern - das ist klar. Wir wissen nur noch nicht so ganz genau, wie“, sagte heute (30. November) Bildungsministerin Karin Prien auf der Fachtagung des Ministeriums mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) „Künstliche Intelligenz - Chancen und Herausforderungen für Schule und Unterricht“ in der Berliner Landesvertretung. Die Welt sei in einem rasanten Wandel, Künstliche Intelligenz (KI) mache etwas „Nie-da-Gewesenes“, fast „Unerhörtes“: Sie definiere die Schnittstelle von Mensch und Maschine neu, hob die Ministerin hervor. Prien: „Das Denken war bisher dem Menschen überlassen, in Zukunft können das auch Computer. Und wir wissen noch nicht, wer am Ende die Nase vorne hat. Ich persönlich hoffe: Der Mensch.

Die Weiterentwicklung von KI läute einen Paradigmenwechsel - auch in der Schule - ein. Lehrkräfte träfen immer häufiger auf „neue Kollegen“, die sehr schnell und ohne Anweisung lernten. „Wir müssen uns mit dem Gedanken an diese Computer-Kollegen im Klassenzimmer anfreunden und uns heute schon damit beschäftigen, wie wir sie nutzen“, sagte Prien. KI und Mediennutzung könnten als Entlastung und Unterstützung von Lehrkräften dienen, seien aber sicherlich nicht Ersatz für Lehrkräfte. Im Übrigen sei die Nutzung von neuen Medien und Systemen längst in den Schulen angekommen. Die Smartphones der Schülerinnen und Schüler steckten voll künstlicher Intelligenz von Gesichtserkennung bis zur Spracherkennungssoftware.

Das sind nur die Anfänge einer neuen Entwicklung. Und genau darin besteht die Herausforderung: Schule wird den Fokus weiter auf individuell angepasstes, selbstständiges Lernen sowie automatisiertes Testen legen“, sagte Prien. Die emotionale Seite des Lernens, des Respekts und der Wertschätzung untereinander behielten höchste Priorität, soziale Interaktion dürfe nicht ausbleiben. „Vermeintliche Gegensätze bei dieser Entwicklung in Einklang zu bringen, das ist eine zentrale Herausforderung beim Einzug der Künstlichen Intelligenz in die Schule“, betonte die Bildungsministerin in Berlin. Zugleich steige mit dieser Entwicklung die Bedeutung von Demokratieerziehung in der Schule, dazu wiederum gehöre es, die Rolle und Verantwortung des Einzelnen in der demokratischen Zivilgesellschaft deutlich zu machen. Deshalb habe das Bildungsministerium ein Konzept zur Demokratieerziehung entwickelt, das aus mehreren Bausteinen bestehe: So werde es eine Stärkung des Politikunterrichts auch mit neuen Formaten geben und die kulturelle Bildung verstärkt.

Prien sagte, die digitale Entwicklung fordere die ganze Gesellschaft, nicht allein die Lehrkräfte. Lehrerinnen und Lehrer aber arbeiteten an der Schnittstelle der Wissensvermittlung an die nächste Generation, das sei eine besondere Rolle. Es sei Aufgabe von Schule, jungen Menschen Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, sich auf einen sich verändernden Alltag einzustellen, ein erfolgreiches Leben zu leben - und vor allem auch die Welt, die Zukunft im Rahmen der eigenen Möglichkeiten mit zu gestalten. Der Fachkongress in Berlin sei daher wichtig, weil diskutiert werden, Chancen ausgelotet und Fragen gestellt werden müssten, um am Ende gestalten zu können.

Der Berliner Kongress regt zum Denken an und zum Streiten darüber an, was für das System Schule das Beste ist“ - so wünschte die Bildungsministerin in ihrem Grußwort den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg und einen gewinnbringenden Austausch am Rande der Vorträge und Fachpodien.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  I  www.schleswig-holstein.de/mbwk

 

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