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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

„Für Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen darf es keine Akzeptanz geben“

Datum 29.11.2018

Ministerin Prien auf der Veranstaltung „70 Jahre Israel: Antisemitismus und ´Israelkritik´“

KIEL. Unter der Überschrift: „70 Jahre Israel: Antisemitismus und ‚Israelkritik‘“ haben heute in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und Vertreterinnen und Vertreter jüdischer Gemeinden und deutsch-israelischer Stiftungen diskutiert. „Kaum ein Thema ist aktuell so präsent wie Israel und Antisemitismus. Aber wo liegt die Abgrenzung zwischen Israelkritik und Antisemitismus? Es braucht eine starke Verantwortungsgemeinschaft auch im gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland und Schleswig-Holstein, die die Erinnerung wachhält. Denn so ermöglichen wir eine gemeinsame Zukunft“, sagte Kulturministerin Karin Prien in ihrem Grußwort. Um diese Zukunft zu gestalten, sei Forschung und Reflexion über diese Frage notwendig, ergänzte sie. Eingeladen zu dieser Veranstaltung haben das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die CAU.

Für CAU-Vizepräsidentin Anja Pistor-Hatam sind öffentliche Diskussionen über Themen wie Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit wichtige Bausteine demokratischer Selbstvergewisserung, zu der die Wissenschaft beitragen kann und muss: „In Zeiten eines in Deutschland wieder stärker sichtbar werdenden Antisemitismus müssen wir uns öffentlich klar für Liberalität und Toleranz einsetzen. Ausdrücklich erkennen wir deshalb die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Menschen an. Das schließt die sachlich begründete Kritik an politischen Organen in Israel selbstverständlich nicht aus. Diese Kritik darf aber niemals zu politisch motiviertem Hass und Gewalt gegen einzelne Menschen in unserem Land führen.“

Den Impulsvortrag hielt Dr. Michael Blume, Antisemitismus-Beauftragter des Landes Baden-Württemberg zum Thema: „Antisemitismus und Israelkritik: Was man sagen will und darf“

Ministerin Karin Prien sagte mit Blick auf einen wieder stärker sichtbar werdenden Antisemitismus: „Für Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen darf es überhaupt keine Akzeptanz geben. Wir leben hier in Deutschland in einer Demokratie. Und in der gilt: ‚miteinander reden‘- nicht übereinander. Wir diskutieren und setzen uns im Gespräch auseinander, um über den richtigen Weg zu streiten.“ Dies erwarte sie auch von Menschen, die hier in Deutschland leben wollen. „Die Verantwortung für unsere Vergangenheit ist Teil unserer Identität. Wer hier lebt, muss das wissen und akzeptieren können.“ Den Begriff „Israelkritik“ sieht sie kritisch. „Die Menschen, die im Nahen Osten leben, brauchen keinen vermeintlich guten Rat. Sie brauchen unsere Freundschaft und wir brauchen Kontakte und den Austausch miteinander“, so Ministerin Prien. Als ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus sieht sie den neuen Staatsvertrag des Landes Schleswig-Holstein mit den jüdischen Landesverbänden. „Er richtet den Blick auf das, was wir verändern und beleben können.“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de I www.schleswig-holstein.de/mbwk

 

 

 

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