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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

"Immer besser zu werden, lohnt jede Mühe": Ministerin Prien lädt zum großen Grundschul-Kongress im Rahmen der Bildungsoffensive nach Damp

Datum 12.02.2018

KIEL. "Die Grundschuljahre bilden zusammen mit der Kita-Zeit und der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Eltern die Grundlage für den Bildungserfolg. Dort immer besser zu werden, lohnt jede Mühe", sagte heute (9. Februar) Bildungsministerin Karin Prien. Nach dem ersten Grundschulforum in Kiel lädt sie mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) zum großen Grundschul-Kongress am 13. Februar in Damp ein, zu dem sich 240 Schulleitungen, Schulrätinnen und Schulräte und Studienleitungen angemeldet haben. Nach der Auswertung und Analyse des neuesten IQB-Bildungstrends von Prof. Petra Stanat und Vorträgen von Prof. Christoph Selter (Mathematik) und Prof. Nele McElvany (Deutsch, beide Universität Dortmund) erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Damp  Schlussfolgerungen für ihre Arbeit an Grundschulen und zur Verbesserung der Unterrichtsqualität. "Ich freue mich über das große Interesse an diesem Kongress. Mit so viel Engagement und Dialog werden wir in der Bildungsoffensive der Landesregierung gut vorankommen", sagte die Ministerin und bedankte sich für die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte im Land. 

"Mehr Qualität, mehr Stellen und bessere Arbeitsbedingungen" - das ist Ziel und Inhalt der Bildungsoffensive mit einem Grundschulschwerpunkt, die die Bildungsministerin schon Anfang November 2017 gestartet hat. Zusammen mit dem Bildungspaket der regierungstragenden Fraktionen vom Dezember werden die Schulen so ausgestattet, dass sie für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sind. "Der Haushaltsentwurf 2018 steht für unsere Bildungsoffensive. Wir investieren massiv in Bildung und damit in die Zukunft unseres Landes", sagte die Ministerin. 

Prien nannte als wichtige Punkte der Offensive 10,3 Millionen Euro für mehr Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler, 9,3 Millionen Euro zusätzlich für die Verbesserung der Grundschulbildung, der sonderpädagogischen Förderung und die gezielte Unterstützung der Integration von zugewanderten Kindern und Jugendlichen dank 395 neuer Planstellen, 260.000 Euro zusätzlich für die MINT-Förderung und die wirkungsvolle Unterstützung von leistungsstarken und begabten Schülerinnen und Schülern, mehr Unterricht für die Grundschulen ab 2018/19  (eine Stunde für den ersten Jahrgang) sowie ab 2019/20 dann auch für den zweiten Jahrgang eine Stunde mehr. 

Die Bildungsministerin hob zudem hervor, dass alle G8- und Y-Gymnasien, die auf G9 umstellen, in der Umstellungsphase zusätzliche Stellen erhielten. In den Schuljahren 2019/20 und 2020/21 stehen dafür pro Schule eine halbe Stelle (insges. 44 Stellen) zur Verfügung, für die Schuljahre 2021/22 bis einschließlich 2026/27 wird pro Schule eine Viertel-Stelle bereit gestellt (insgesamt 22 Stellen). Weitere zusätzliche 50 Stellen erhalten die Gymnasien mit Ganztagsangeboten, damit sie in den Jahrgängen 5 bis 7 dauerhaft pro Jahrgang eine Stunde mehr unterrichten können. "Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität gehört auch die Entwicklung eines Bildungsbonus, mit dem Gemeinschaftsschulen mit besonderen Herausforderungen unterstützt werden sollen", sagte die Bildungsministerin. Dazu gehörten die Herausforderungen durch größere Heterogenität sowie die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. "Niemand soll zurückgelassen werden, alle müssen den größtmöglichen Bildungserfolg erreichen können", betonte Prien. Der Einstieg in den Bildungsbonus beginnt bereits mit dem Schuljahr 2019/20, zwei Millionen Euro stehen bereit. Ab 2020 würden für den Bildungsbonus jährlich acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt, betonte Prien. 

Die Landesregierung investiere zudem massiv in die Ausbildung des Lehrernachwuchses. Der Haushaltsentwurf für 2018 sieht den Betrag von rund  600.000 Euro für 75 zusätzliche Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst zum 1. August 2018 vor. Damit steigt die Zahl der Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst weiter kontinuierlich an: Gab es 2016 noch 1.394 Stellen, erhöhte sich die Zahl in 2017 um 100 Stellen auf 1.494 und wird im kommenden Jahr auf 1.569 Stellen anwachsen. Das bedeutet, dass jährlich rund 900 ausgebildete Lehrkräfte in den Schuldienst wechseln können. Weil mehr Anwärterinnen und Anwärter  auch mehr Ausbilder brauchen, sind 19 zusätzliche Stellen für Studienleiter/innen und Mentoren/innen vorgesehen. 

Besondere Priorität hätten eine Lehrkräftebedarfsanalyse und die Intensivierung der Lehrkräftegewinnung. "Bei diesem Thema besteht dringender Handlungsbedarf. Die Vorgängerregierung hat diese Herausforderung unterschätzt und für die Bedarfe keine zufrieden stellende Lösungsvorschläge entwickelt, geschweige denn umgesetzt", sagte Ministerin Prien.  

"Mit dieser Zwischenbilanz können wir uns ganz gut sehen lassen, aber wir lassen nicht nach", sagte Prien, die die Wiedereinführung von G9 an Gymnasien im fruchtbaren Austausch mit allen Beteiligten als Erfolg für die Bildungspolitik in Schleswig-Holstein verbuchte. Die Landesregierung sei damit angetreten, den Schülerinnen und Schülern wieder mehr Zeit zum Lernen, zum Vertiefen und auch für Sport, Musizieren und gesellschaftliches Engagement geben - und sie habe dieses Ziel bereits erreicht. "Danke an alle, die an diesem Prozess engagiert, kritisch-konstruktiv und am Ende erfolgreich mitgewirkt haben", sagte Prien. Für die Landesregierung sei es immer wichtig gewesen, den Umstellungsprozess im Einvernehmen mit den Schulen zu gestalten - das sei gelungen. Die Bildungsministerin empfindet die Weichenstellung der entstehenden großen Koalition als Unterstützung für ihre Politik: "Die Ziele und Unterstützung bei den so wichtigen Bildungsthemen wie Investitionen in die Ganztagsbetreuung und Digitalisierung empfinde ich als Rückenwind." 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Jensendamm 5, 24103 Kiel |
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