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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Ministerin Prien zum IQB Bildungstrend

Datum 13.10.2017

Kein Abwärtstrend in Schleswig-Holstein / Dank an die Grundschul-Lehrkräfte

KIEL. "Schleswig-Holstein entwickelt sich gegen den bundesweiten Abwärtstrend. Das ist zu einem großen Teil der engagierten Arbeit unserer Lehrkräfte zu verdanken", sagte  heute (13. Oktober) Bildungsministerin Karin Prien zum IQB--Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen-Bildungstrend, der in Berlin vorgelegt wurde. Die Studie zeige aber auch klare Aufgaben in Mathematik und Rechtschreibung auf; dazu zählten die Verbesserung der Unterrichtsqualität und die Sprachförderung in den Grundschulen. Ministerin Prien: "Wir müssen nicht nur die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern, sondern auch die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler fördern." Die Forscherinnen und Forscher haben 2016 den Leistungsstand von 29.295 Grundschülerinnen und Grundschülern der 4. Klassen von bundesweit 1.508 Grundschulen in Deutsch und Mathematik untersucht. Die Vergleichsstudie stammt aus dem Jahr 2011. 

Die IQB-Studie zeige bundesweit eine Abnahme der Kompetenzen in allen Bereichen; in Schleswig-Holstein gebe es diese Kompetenz-Verschlechterung nicht - "allerdings auch keine Verbesserungen“, betonte die Ministerin. Habe Schleswig-Holstein bei der Vergleichsstudie 2011 noch im beziehungsweise unter dem Durchschnitt gelegen, lägen die Kompetenzen jetzt teilweise über dem Durchschnitt. Getestet wurden die Kompetenzen in den Bereichen Deutsch „Lesen“, „Zuhören“ und „Orthografie“ sowie in Mathematik. Karin Prien: "In der Rangfolge der Bundesländer liegt Schleswig-Holstein inzwischen vorne beziehungsweise im Mittelfeld, aber der Maßstab hat sich verändert. Nüchtern betrachtet stagniert das Leistungsvermögen in Schleswig-Holstein. Das ist kein befriedigendes Ergebnis und es bleibt viel zu tun." Besonders erfreulich sei, dass es aktuell an den Grundschulen insgesamt etwa 1.000 Risikoschülerinnen und -schüler im Kompetenzbereich „Lesen“ weniger als 2011 gebe. 

Es sei richtig, in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt auf die Unterrichtqualität bei den Grundschulen zu legen, sagte die Ministerin. Zum Beispiel durch mehr Unterricht in den Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie neue Fachanforderungen für Mathematik und Deutsch. Bildungsministerin Prien: Die verbundene Schreibschrift soll verpflichtend werden und den Kindern von Anfang an das richtige Schreiben vermittelt werden. Bis zum Ende der vierten Klasse soll jedes Kind einen Grundwortschatz von rund 800 Wörtern beherrschen.“ Prien hob hervor, gute Bildung beginne sehr früh und bereits vor dem Grundschulbesuch - schon in den Elternhäusern und in den Kindertagesstätten. Auch in der schleswig-holsteinischen Ausbildung für Grundschullehrkräfte erweise sich der seit 2013 beschrittene schleswig-holsteinische Weg als richtig, Basisqualifikationen in Deutsch und Mathematik verpflichtend zu machen. Ministerin Prien: "Wir werden die Ausbildung dieser Lehrkräfte noch verbessern und gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dazu Vorschläge erarbeiten." 

 

Ergebnisse des IQB-Bildungstrend 2016 im Überblick (Siehe Anlage)  

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck I Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) Jensendamm 5, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Fax: 0431 988-5903 I E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de I Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de I Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.bildung.schleswig-holstein.de

 

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