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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

"Wir wollen G9 als Regelfall an den Gymnasien in Schleswig-Holstein" - Karin Prien: Lehrpläne, Fachanforderungen und Prüfungsordnungen gibt es schon

Datum 20.07.2017

KIEL. "Wir wollen G 9 als Regelfall an den Gymnasien in Schleswig-Holstein, wir sind dafür gewählt worden und wir werden diesen mehrheitlichen Elternwillen gut vorbereitet und begleitet jetzt umsetzen", sagte heute (20. Juli) Bildungsministerin Karin Prien im Landtag. Die Ministerin betonte, die Blaupause für den neunjährigen gymnasialen Bildungsweg gebe es bereits, weil 15 Gymnasien im Land G 9 anböten: Lehrpläne, Fachanforderungen und Prüfungsordnungen für G 9 lägen vor. "Die Expertise der G9-Schulleitungen und ihrer Teams werden wir bei der Umstellung nutzen und dann die Rahmenbedingungen ordentlich kommunizieren", betonte Prien. 

Schülerinnen und Schüler sollten auf dem Weg zum Abitur ab dem Schuljahr 2019/20 wieder mehr Zeit zum Lernen, für die Persönlichkeitsentwicklung und für Hobbys und politisches und gesellschaftliches Engagement haben. Die Bildungsministerin erläuterte, in einem ersten Schritt werde es einen Austausch mit den Gymnasien geben, die im Jahr 2011 von G 8 zu G 9 zurückgekehrt seien. Sie wolle deren Erfahrungen nutzen und für die Schulen nutzbar machen, die diesen Schritt nun vor sich hätten. Gespräche mit den Schulleitungen der G 8-Gymnasien über die Beteiligung des Direktorenverbindungsausschusses folgten: "Bis Mitte September wollen wir die Rückkehr zu G 9 mit allen relevanten Gremien diskutieren, um frühzeitig Handlungs- und Unterstützungsbedarfe zu entdecken und gemeinsam Lösungen zu finden", sagte Prien. 

Bis zum Herbst werde die Änderung des Schulgesetzes vorbereitet, danach könnten Schulkonferenzen mit 75-prozentiger Mehrheit Anfang 2018 entscheiden, ob sie entgegen dem Regelfall bei G8 oder dem Y-Modell bleiben wollten. „Entscheidend ist es für uns, dass die Eltern schon Ende Februar 2018, wenn die Informationsveranstaltungen an den weiterführenden Schulen stattfinden, wissen, ob die jeweilige Schule künftig G 8 oder G 9 anbietet“, hob die Bildungsministerin hervor. Sie wolle die Schulen nicht mit einer lange andauernden Debatte über G9 belasten.  

"Unser Zeitplan ist durchaus ehrgeizig", sagte die Ministerin. Ein gewisser Zeitdruck entstehe vor allem mit Blick auf die einmalige Entscheidungsoption der Schulen, ob sie von der G 9 per Schulkonferenzbeschluss abweichen wollten. Es müsse mit allen Beteiligten geprüft werden, welche Auswirkungen, die Rückkehr zu G 9 vor Ort haben werde. Zudem müsse der Lehrkräftebedarf für eine 100prozentige Unterrichtsversorgung ermittelt werden. Dazu gehörten auch die Fragen, wie man mit einem wegen der G8-G9-Umstellung entstehenden vorübergehenden Minderbedarf an Lehrkräften umgehe, dem voraussichtlich ein Mehrbedarf folgen werde und wie Schleswig-Holstein sich demografisch entwickle. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung habe ja gerade ergeben, dass der eigentlich prognostizierte Schülerzahlenrückgang so nicht stattfinde. "Wir werden sorgfältig rechnen und unsere Schlüsse ziehen", sagte die Bildungsministerin.

  

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK), Jensendamm 5, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Fax: 0431 988-5903 I E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de I Medien-Informationender Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de I Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

 

 

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