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Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz

Porträt
Claus Christian Claussen

Minister für Justiz, Europa und Verbraucherschutz

Justizministerium

Hilfe per Video

Datum 07.04.2020

Die Justizvollzugsanstalten im echten Norden erhalten während der Corona-Pandemie telemedizinische Unterstützung.

Sieben Justizvollzugsanstalten (JVA) gibt es in Schleswig-Holstein – sie bleiben natürlich auch während der Corona-Pandemie in Betrieb. Um auf eventuelle Krankheitsfälle gut vorbereitet zu sein, wird zukünftig rund um die Uhr eine telemedizinische Versorgung in allen Justizvollzugsanstalten des Landes sichergestellt. Bis Ende der Woche erhalten die Einrichtungen die hierfür notwendige medizinische und technische Ausstattung. Damit können die Mitarbeiter innerhalb weniger Sekunden ärztliche Unterstützung per hochauflösender Videoübertragung in Anspruch nehmen.

Sicherheit und Arbeitsbedingungen verbessern

"Wir können die Justizvollzugsanstalten nicht einfach schließen und die Bediensteten ins Homeoffice schicken. Sie gehören zur systemrelevanten Infrastruktur", sagte Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack. Die telemedizinische Versorgung stelle die gesundheitliche Betreuung der Häftlinge sicher und verbessere gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der JVA-Bediensteten. "Mein Dank gilt dem Einsatz der Mitarbeiter in allen Gefängnissen", erklärte die Ministerin. "Auf Sie ist wirklich Verlass!"

Strenge Kontaktregeln

In den Haftanstalten wird der direkte Austausch der Gefangenen untereinander sowie zu den Mitarbeitern derzeit möglichst begrenzt. Neue Häftlinge stehen für vierzehn Tage unter Quarantäne. Darüber hinaus bleiben die Gemeinschaftswerkstätten geschlossen, schulische und berufliche Ausbildungen finden derzeit nicht statt. Häftlinge können weiterhin per Telefon oder Skype in Kontakt zu Angehörigen bleiben, haben Möglichkeit zur sportlichen Betätigung und bekommen auf Anfrage Fernseher und Radios zur Verfügung gestellt.

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