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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Neue Herausforderungen diskutieren

Datum 13.09.2019

In Kiel hat Verbraucherschutzministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack im Rahmen der Digitalen Woche den "Runden Tisch Verbraucherbildung" eröffnet.

Wie beeinflusst Werbung mein Konsumverhalten? Wo wird meine Kleidung produziert – und zu welchen Bedingungen? Was passiert mit meinen persönlichen Daten im Internet? Seit zehn Jahren werden diese Fragen in Schleswig-Holsteins Schulen in einem eigenständigen Unterrichtsfach diskutiert: der Verbraucherbildung. Ziel dieses Fachs ist es, Schülern dabei zu helfen, beim Einkaufen, im Internet oder bei der Bank bewusste Entscheidungen zu treffen.

Viele aktuelle Fragen der Verbraucherbildung hängen im Zeitalter von Online-Shopping und Internet-Banking mit der Digitalisierung zusammen. Passend dazu haben Verbraucherschutzministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack und Bildungsministerin Karin Prien während der Digitalen Woche Kiel Vertreter aus Wissenschaft, Vereinen und Schulen zum "Runden Tisch Verbraucherbildung" eingeladen.

Bildung für alle Lebenslagen

"Wir wollen die Verbraucherbildung aus dem Keller der öffentlichen Wahrnehmung holen", sagte Verbraucherschutzministerin Sütterlin-Waack in ihrer Begrüßungsrede vor mehr als 100 Gäste im Wissenschaftspark der Landeshauptstadt. "Verbraucherbildung ist dann gut, wenn sie sich am Leben der Menschen orientiert. Aufgaben- und Lernfelder liegen nicht nur in der Schule, sondern überall: in den Familien, im Freundeskreis, im Wohnumfeld, bei der Job-Suche, beim Einkaufen, im Internet, buchstäblich auf der Straße." Verbraucherbildung sei ein lebenslanger Prozess, der angesichts einer zunehmend komplexer und digitaler werdenden Konsumwelt immer wichtiger werde, erklärte die Ministerin.

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Verbraucherbildung ist dann gut, wenn sie sich am Leben der Menschen orientiert.

Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Expertenvorträge und Projektvorstellungen

Nach dem Grußwort der Ministerin gab Alexander Kraft, Leiter der Abteilung für Schulgestaltung und Schulaufsicht im Bildungsministerium, einen Überblick über die Geschichte der Verbraucherbildung in Schleswig-Holstein. Anschließend sprach Professor Dr. Claus Tully, Jugendforscher von der Freien Universität Bozen (Südtirol), über den Einfluss der digitalen Welt auf das Konsumverhalten von Jugendlichen. Außerdem erklärte Katrin Rieger von der schleswig-holsteinischen Verbraucherzentrale an aktuellen Fallbeispielen, wie schnell das Internet junge Menschen zu einem unvorsichtigen Umgang mit Geld verleiten könne. Später präsentierten zahlreiche Organisationen und Initiativen im Foyer des Wissenschaftszentrums ihre unterschiedlichen Beratungsangebote auf einem "Markt der Möglichkeiten" – mit dabei waren unter anderem der Offene Kanal Schleswig-Holstein, der Landesjugendring und die Landespolizei.

Hintergrund

Der "Runde Tisch Verbraucherbildung" geht auf eine Empfehlung der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2013 zurück. Das Treffen findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. Mit dem Runden Tisch soll der Dialog zwischen Verbraucherschutz- und Bildungsexperten gestärkt und die Verbraucherbildung in Schulen weiter vorangebracht werden.