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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Mehr Bewegung hinter Gittern

Datum 05.09.2019

Gemeinsam mit dem Landessportbund will die Landesregierung den Sport in Gefängnissen fördern – und setzt dafür auf die Vereine.

Aggressionen abbauen, Gesundheit fördern, Regeln lernen – Sportangebote in Justizvollzugsanstalten haben einen guten Einfluss auf die Gefangenen. Doch ohne Trainer kein Sport – aus diesem Grund hatte das Justizministerium Übungsleiter und Mitglieder aus ortsansässigen Sportvereinen in die Jugendanstalt in Schleswig eingeladen.

"Sport trägt dazu bei, den Inhaftierten einen angemessenen Umgang mit Erfolg und Misserfolg, die Bewältigung von Konflikten und die Notwendigkeit von Regeln zu vermitteln“, erklärte Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack bei der Informationsveranstaltung. "Mannschaftssport etwa zwingt zur gemeinsamen Lösung von Aufgaben und fördert den Aufbau von Vertrauen und Respekt gegenüber anderen Menschen. Zudem bietet er die Möglichkeit, die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu erfahren."

Erfolgreiche Kooperation

Auch der Präsident des Landessportverbands, Hans-Jakob Tiessen, war nach Schleswig gekommen. Der Landessportverband Schleswig-Holstein ist seit 2009 Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft "Sport im Justizvollzug". "Besonders gern und aus grundsätzlicher Überzeugung unterstützen wir die Arbeit des Justizministeriums in diesem wichtigen Bereich, denn Sport im Strafvollzug stellt einen wirksamen Beitrag zum Erhalt des sozialen Friedens im Anstaltsalltag dar", sagte Thiessen.

Trainer gesucht!

Sportangebote gehören schon heute zum Alltag in den Gefängnissen. Für spezielle Sportarten oder für besondere Gruppen – etwa ältere Gefangene – sucht das Land jedoch externe Übungsleiter. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit mit örtlichen Sportvereinen: Nach ihrer Haft haben viele ehemalige Gefangene sofort ein tragfähiges soziales Umfeld – das verringert die Wahrscheinlichkeit, wieder straffällig zu werden.

Wer Sportkurse im Justizvollzug anbieten möchte, kann sich beim Justizministerium unter der Telefonnummer 0431-988 3822 oder per E-Mail an poststelle@jumi.landsh.de melden. Die Kontaktdaten werden dann an die Ansprechpersonen für Sport in den jeweiligen Justizvollzugsanstalten weitergeleitet.

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