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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Zurück in die Gesellschaft

Datum 27.08.2018

Das Land fördert die Ausbildung junger Gefangener. Dafür hat das BBZ Schleswig nun Förderbescheide über 2,2 Millionen Euro erhalten.

Drei Frauen stehen nebeneinander. Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack (Mitte) mit der Schulleiterin des BBZ, Kirsten Lemke (l.), und Anne Damberg, Leiterin der Jugendanstalt Schleswig. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack (Mitte) mit der Schulleiterin des BBZ, Kirsten Lemke (l.), und Anne Damberg, Leiterin der Jugendanstalt Schleswig. © Justizministerium

Die Jugendanstalt Schleswig ist verantwortlich für den Vollzug der Jugendstrafe im echten Norden. Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2000 bereitet sie gemeinsam mit dem BBZ Schleswig jugendliche Straftäter aufs Berufsleben vor, damit sie nach dem Ende ihrer Haft einen Ausbildungsplatz finden und sich schneller zurück in die Gesellschaft integrieren können. Nun hat Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack bei einem Besuch des BBZ Schleswig zwei Förderbescheide über jeweils 1,1 Millionen Euro für 2018 und 2019 für die Kooperation der beiden Institutionen übergeben.

Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt

Neben dem regulären Unterricht kümmert sich das BBZ seit 2012 auch um die vorberufliche Qualifikation der berufsschulpflichtigen Gefangenen in den Werkstätten der Anstalt. Hier können die Jugendlichen praktische Kenntnisse in Berufsfeldern wie Gastronomie, Metall, oder Gebäudereinigung erlangen. Geeignete Gefangene werden auf die Prüfung zur Fachkraft in der Gastronomie vorbereitet. Ergänzend gibt es EDV-Schulungen und DaZ-Sprachunterricht. "Die Vorbereitung auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt während des Vollzugs ist ein wichtiger Baustein für ein Leben ohne Straftaten und in sozialer Verantwortung", betonte Sabine Sütterlin-Waack bei ihrem Besuch.

Die Mitarbeiter des Bildungszentrums begleiten die Jugendlichen außerdem ab sechs Monate vor und bis zu zwölf Monate nach ihrer Entlassung bei ihrer Integration in das Arbeitsleben.

Förderung durch Land und Europäische Union

Die Aktion "Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen für jugendliche Gefangene" wird durch das Landesprogramm Arbeit finanziert und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt. Das Land stellt für 2018 und 2019 jeweils 545.000 Euro zur Verfügung, die Europäische Union 552.000 und 585.000 Euro. Von dem Geld werden 69 Qualifizierungsplätze im BBZ Schleswig finanziert. Insgesamt sind 19 Mitarbeiter des Zentrums mit der Betreuung der jungen Gefangenen beschäftigt, dazu kommen die Lehrkräfte für den Berufsschulunterricht.