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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Justizministerium

Woher kommt mein Osterei?

Datum 21.03.2018

Nicht alle haben das Glück, sich mit den Eiern eigener Hühner versorgen zu können.

Kennzeichnung frischer Hühnereier

Eier werden gerade an Ostern als Dekoration oder als Lebensmittel nachgefragt. Verbraucherschutzministerium und Landeslabor Schleswig-Holstein raten daher zu Aufmerksamkeit beim Einkauf.
Für unbehandelte Hühnereier gelten innerhalb der Europäischen Union genaue Kennzeichnungsregeln (aktuell: Verordnung (EG) 589/2008). Sortierte Eier müssen auch dann gekennzeichnet werden, wenn Sie vom Erzeuger direkt an den Endverbraucher verkauft werden. Die Kennzeichnung kann nur bei unverpackten und unsortierten Eiern entfallen, und zwar nur an der Produktionsstätte und sog. Haustürgeschäften.
Für gekochte oder gefärbte Hühnereier gelten diese Vorschriften nicht. Sobald Eier gekocht oder gefärbt sind gelten die üblichen Kennzeichnungsvorschriften (wie z. B. Bezeichnung des Lebensmittels, Inverkehrbringers, MHD, Zutatenverzeichnis).

Woher kommt mein frisches Ei?

Verbraucher sollten auf folgende Angaben auf der Verpackung achten: Grundsätzlich muss die so genannte Packstelle mit Zulassungsnummer, Name und Anschrift genannt sein, sofern die Eier verpackt sind. Eierverpackungen aus Schleswig-Holstein tragen immer die Kennzeichnung DE-01. Es folgt dann die vierstellige Nummer des Verpackungsbetriebs (also DE-01XXXX). Diese Angaben informieren, wer die Packung gefüllt hat und damit die Verantwortung für Sortierung, Angabe der Haltungsform, Güte- und Gewichtsklasse sowie die Haltbarkeit der Eier übernimmt. Damit wird aber keine Angabe zur Herkunft der Eier gemacht.

In Deutschland stehen also die ersten beiden Ziffern nach dem Ländercode für das Bundesland:
01 = Schleswig Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

Viele Verbraucher sind der Meinung, dass Packungen mit der Angabe einer deutschen Packstelle auch Eier aus Deutschland enthalten müssten. Das ist nicht der Fall: Über die Herkunft gibt nur der Stempel direkt auf dem Ei Auskunft. So erkennt man ein Ei aus Schleswig-Holstein daran, dass wiederum auf das "DE" auf dem Ei eine "01" folgt. Wer also sicher gehen will, dass sein Osterei auch aus Schleswig-Holstein kommt, muss die Packung öffnen und auf den Eierstempel schauen.

Für viele Verbraucher spielt neben der Frage der Herkunft eine artgerechte Hühnerhaltung eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Hierüber gibt die vorangestellte Zahl Auskunft. Eier aus ökologischer Erzeugung sind mit „0“, Eier aus Freilandhaltung sind mit der "1" gekennzeichnet und Eier aus Bodenhaltung mit "2". Die Haltungsform "3" bedeutet, dass sie von in Kleingruppen gehaltenen Hühnern gelegt worden sind.
Ein schleswig-holsteinisches Ei aus Bodenhaltung beispielsweise ist daher mit dem Stempelaufdruck "2-DE-01XXXXX" gekennzeichnet. Dabei geben die vier Stellen nach dem "2-DE-01“ Auskunft über den Betrieb und die letzte Auskunft über die Stallnummer.
Das Landeslabor in Neumünster ist in Schleswig-Holstein für die Zulassung der Packstellen und für die Registrierung der Legehennenbetriebe zuständig. Es kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der europäischen und nationalen Vorschriften.