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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Justizministerium

Justizministerin Sütterlin-Waack: Funktionierende Rechtsmedizin ist für die Justiz unerlässlich

Datum 25.05.2018

KIEL. Schleswig-Holsteins Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack hat die Bedeutung der Rechtsmedizin für die Justiz betont. Auf der 27. Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin in Kiel sagte sie: "Die Justiz kann ohne Rechtsmedizin nicht arbeiten, denn in vielen Fällen wären eine Feststellung des wahren Sachverhalts und damit eine Entscheidung der Justiz nicht möglich. Dies zeigt sich nicht nur, aber insbesondere im Bereich der Strafverfolgung. Ohne rechtsmedizinische Expertise können Verletzungen eines misshandelten Kindes nicht entdeckt bzw. nicht richtig eingeordnet werden. Ohne professionelle Dokumentation von Verletzungen werden mitunter der Tatnachweis und die Rekonstruktion des Tatgeschehens gerade bei Sexual- und Gewaltverbrechen für die Justiz schwierig. Und speziell bei Tötungsdelikten: Ohne rechtsmedizinische Expertise können Todesursachen nicht geklärt, medizinische Behandlungsfehler nicht aufgedeckt oder Vergiftungen nicht nachgewiesen werden."

Die Leistungen der Rechtsmedizin für die Justiz stellten auch einen wesentlichen Beitrag zum Opferschutz dar, so die Ministerin weiter. "Ohne ein rechtsmedizinisches Gutachten bleibt das Geschehen, der wahrhafte Sachverhalt, mitunter im Dunkeln und kann nicht aufgeklärt werden. Ein Umstand, der für die Hinterbliebenen eines Opfers häufig kaum zu ertragen ist. Erst die juristische Aufarbeitung des Geschehens, die manchmal erst durch rechtsmedizinische Gutachten möglich wird, gibt den Hinterbliebenen die Chance, das Geschehene zu verarbeiten und den Blick nach vorne zu richten." Und auch in den Bereichen Wissenschaft und Forschung leiste die Rechtsmedizin Hervorragendes. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse setzten regelmäßig neue Impulse für die Entwicklung des Rechts, so Sütterlin-Waack.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Oliver Breuer | Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung | Lorentzendamm 35, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-3706 | Telefax 0431  988-3704 | E-Mail: pressestelle@jumi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/mjevg

 

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