Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Interreg-Projekt: Rettung der Ostsee durch neue Verfahren der Gülleverwertung - Europaministerin Spoorendonk würdigt Einsatz Rendswührener Blunk GmbH

Staatskanzlei

Interreg-Projekt: Rettung der Ostsee durch neue Verfahren der Gülleverwertung - Europaministerin Spoorendonk würdigt Einsatz Rendswührener Blunk GmbH

Datum 23.08.2016

RENDSWÜHREN. Wie kann man wirtschaftlich Gülle und Gärreste verbringen und dabei den Nährstoffeintrag in die Ostsee verringern? Dieser zentralen Frage nimmt sich das von der EU mit knapp 5 Millionen Euro an EFRE-Mitteln geförderte Interreg Ostseeprojekt Baltic Slurry Acidification an, über das sich Europaministerin Anke Spoorendonk heute (23. August) bei der Blunk GmbH und dem Landesamt für Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt (LLUR) informierte. In dem Projekt wird die nachhaltige Gülleverwertung durch die weitere Reduzierung von Stickstoffverlusten bei möglichst maximaler Wirksamkeit getestet. "Dies ist genau der richtige Ansatz, um Umweltschutz mit wirtschaftlichen Faktoren zu verknüpfen, der Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie müsse geschaffen werden", betonte Ministerin Spoorendonk. Es bringe nichts, die Bauern als "Verschmutzer" an den Pranger zu stellen, man müsse sie wortwörtlich „mitnehmen“ auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft und somit einer weniger durch Nährstoffeinträge belasteten Ostsee, unterstrich die Ministerin weiter. 

Im Verbund mit den insgesamt 14 Partnern aus sieben Ostseeländern werden durch die Blunk GmbH neue Verfahren getestet, zusammengeführt und zu Politikempfehlungen für eine weitere Verbreitung von Ansäuerungstechniken aufbereitet. 

Hintergrundinformationen zum Projekt BALTIC SLURRY ACIDIFICATION:
Gülle und Gärreste sind die wichtigsten Quellen für Ammoniak-Stickstoff-Emissionen in der Ostseeregion und tragen wesentlich zur Eutrophierung der Gewässer bei. Ammoniak-Emissionen gefährden durch die Bildung von Partikel Aerosolen auch direkt die Gesundheit des Menschen. Ansäuerungstechniken (SATs) können Ammoniakverluste signifikant reduzieren.Die Blunk GmbH aus Rendswühren fungiert bei dem Projekt als Investmentpartner und befasst sich als solcher mit der Beschaffung der Technik, der Vorbereitung der Versuche und ihrer Durchführung auf den Beispielbetrieben. Der Beitrag des LLUR besteht vor allem in der Koordinierung aber auch Steuerung der Aktivitäten in Schleswig-Holstein. Des Weiteren sollen bereits vorhandene Beratungsstrukturen genutzt werden, um die Technik einer großen Anzahl von Landwirten näher zu bringen. Die wissenschaftliche Begleitung der deutschen Partner erfolgt in enger Abstimmung mit dem LLUR im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit dem Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung an der CAU Kiel.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dr. Wolf Gehrmann | Ministerium für Justiz, Kultur und Europa | Lorentzendamm 35, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-3705 | Telefax 0431 988-3805 | E-Mail: pressestelle@jumi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.mjke.schleswig-holstein.de