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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Perspektivregion Westküste

Datum 12.01.2022

Schleswig-Holsteins Westküste entwickelt sich zu einem Dreh- und Angelpunkt der Energiewende. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Landesregierung.

Deiche, Schafe und Kohlköpfe oder doch eher Windenergie, Wasserstoff und Batteriezellforschung? Schleswig-Holsteins Westküste ist all das – und noch viel mehr. Die Region hat einem nun veröffentlichten Bericht der Landesregierung zufolge sogar die besten Voraussetzungen dafür, um bundesweit und darüber hinaus zu einem Dreh- und Angelpunkt der Energiewende zu werden.

Der westliche Landesteil zeige eindrucksvoll, wie Umweltschutz und Wirtschaft sich gemeinsam weiterentwickeln könnten, sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei der Vorstellung des Berichts "Westküste im Mittelpunkt", den das Kabinett am Dienstag nun verabschiedet hat. "Die Entwicklungen und Fortschritte, die im Bereich der Energiewende und des Klimaschutzes erzielt wurden, stehen für die Attraktivität und Perspektiven der gesamten Region", erklärte er.

Genauer Blick auf eine wachsende Region

Für den Bericht hatte die Landesregierung im Rahmen eines Staatssekretärsausschusses in den vergangenen drei Jahren eng mit den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Steinburg und Pinneberg zusammengearbeitet. Herausgekommen sei eine Zusammenstellung zukunftsweisender Projekte an der Westküste, von der wirtschaftlichen Nutzung von Wasserstoff über die Batteriezellforschung bis hin zum Bau des bundesweit ersten Flüssiggas-Terminals. Der Bericht thematisiert auch den Tourismus in der Region, außerdem Infrastruktur, Digitalisierung und Breitbandversorgung. "Die Landesregierung macht sich für die Entwicklung der Westküste stark", betonte der Regierungschef. "So können wir für die Menschen und die Wirtschaft in der Region gute Lebens- und Standortperspektiven sichern und weiterentwickeln."

Mehr erreichen durch Vernetzung

Im Dezember 2018 habe die Landesregierung bereits einen ersten Bericht zur Entwicklung in der Region vorgelegt. Wie schon damals zeige sich auch im aktuellen Papier, wie wichtig die enge Vernetzung von Land, Kommunen und Unternehmen für den Erfolg sei. Das bedeute unter anderem, sich auf Bundesebene für einfachere Genehmigungsverfahren und Planungsprozesse einzusetzen, sagte Günther. Als Beispiele nannte er die Senkung von Hürden für Bürgerwindparks oder für den Ausbau von Stromautobahnen wie der Westküstenleitung.

Westküstenbericht herunterladen

Bilderstrecke: Schleswig-Holsteins Westküste

Elf Windkraft-Anlagen stehen auf einem Feld.
© M. Staudt / grafikfoto.de Über weite Teile der Westküste dominieren Windkraftanlagen das Bild. Dank der guten Windverhältnisse wird hier schon seit den 1990er-Jahren grüner Strom aus Windkraft erzeugt.
Eine Hand führt einen Zapfstutzen in ein Auto ein. Auf dem Stutzen ist das Zeichen für Wasserstoff abgebildet.
© M. Staudt / grafikfoto.de Ein weiterer wichtiger Baustein der Energiewende ist der sogenannte grüne Wasserstoff. Schon heute gibt es zwei Tankstellen in Husum und Niebüll, die mit sauber erzeugtem Wasserstoff aus umliegenden Windparks beliefert werden.
Ein Mann führt eine Gruppe Kinder durch das Watt.
© M. Ruff / grafikfoto.de Auf mehr als 4.400 Quadratkilometern erstreckt sich das UNESCO-Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Das Watt und die darin liegenden Halligen bilden einen einzigartigen Lebensraum für Mensch und Tier gleichermaßen.
Bagger und Kipplaster stehen am Strand und verstärken einen Deich.
© M. Staudt / grafikfoto.de Fast 60 Prozent der Westküste ist bei Sturmfluten potenziell überflutungsgefährdet. Daher ist hier der Bau und die Instandhaltung der Deiche buchstäblich überlebenswichtig.
Ein Personenzug fährt an einem Solarpark vorbei.
© M. Ruff / grafikfoto.de Die Marschbahn ist die zentrale Schienenverbindung zwischen Hamburg und Sylt entlang der Westküste. Ein Großteil der Strecke ist noch nicht elektrifiziert – doch das soll sich in den kommenden Jahren ändern.
Grafische Darstellung eines Hafens mit einer angeschlossenen Industrieanlage.
© German LNG Terminal GmbH Konzeptzeichnung von Deutschlands erstem Flüssiggas-Terminal: In Brunsbüttel sollen Schiffe künftig mit klimafreundlicherem Flüssiggas statt mit Schweröl betankt werden. Bei dem geplanten LNG-Terminal handelt es sich um das größte Industrie-Infrastrukturprojekt in Schleswig-Holstein.
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