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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Auf dem Weg zur KI-Vorzeigeregion

Datum 06.12.2021

Schleswig-Holstein macht weiter Tempo bei der Digitalisierung und schreibt die 2019 beschlossene KI-Strategie fort.

Wie können Reedereien die CO2-Emissionen im Schiffsverkehr verringern? Wie können Fachleute den Zustand der Wälder im Land mit einem Blick erfassen? Und wie können Ärztinnen und Ärzte die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten noch besser sicherstellen? Diese Fragen beantworten Unternehmen und Forschungsgruppen aus dem echten Norden schon heute mithilfe Künstlicher Intelligenz. "Schon jetzt sind wir ein bundesweit anerkannter Player auf diesem Gebiet", sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, zur Vorstellung der neuen KI-Strategie in Kiel. "Diese Position wollen wir nicht nur halten, wir werden sie entschlossen ausbauen."

Positive Zwischenbilanz

Schleswig-Holstein habe 2019 als eines der ersten Bundesländer eine KI-Strategie erarbeitet, betonte Schrödter. Zwei Jahre später sei ein großer Teil der damals formulierten Vorhaben umgesetzt. "Heute verfügen wir über ein KI-Ökosystem, in dem zahlreiche Akteure erfolgreich miteinander arbeiten und Projekte auf den Weg bringen", sagte er. Als Beispiel nannte der Staatssekretär Projekte wie "Rasmus" (Real-time Analyse und Optimierung von Schiffsrouten) oder "Kooperative Haushaltsaufstellung mit Augmented Intelligence". Die neue Strategie werde den Fokus künftig noch deutlicher auf die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft legen, kündigte Schrödter an. "So erzeugen wir Wertschöpfung aus dem großen Wissensschatz der Hochschulen."

45 Millionen Euro für Künstliche Intelligenz

Das Land habe gut 45 Millionen Euro an Fördergeldern für KI-Projekte zur Verfügung gestellt, von denen rund 37 Millionen Euro bereits fest verplant seien. Darüber hinaus seien auch Bundes- und EU-Mittel in KI-Systeme aus dem echten Norden geflossen, sagte Schrödter. "Dies zeigt, welch guten Ruf KI-Schaffende und ihre KI-Produkte ,made in Schleswig-Holstein‘ inzwischen genießen." Bei der Förderung konzentriere sich das Land auf seine Stärken wie Medizintechnik, erneuerbare Energien und die maritime sowie Land- und Forstwirtschaft.

Ein weiteres wichtiges Ziel sei es, die Verwaltung durch neue Technologien bürgerfreundlicher und leistungsfähiger zu gestalten, sagte Schrödter. Beispielhaft dafür sei das erst kürzlich gestartete Chatbot-Programm der Landesverwaltung. Der Wert solcher Systeme zeige sich deutlich am Beispiel des Chatbots CABO, der rund um die Uhr Fragen zum Thema "Coronavirus" beantworte. Auch Bildung und Kultur böten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz.

Bildung fördern, Datenbasis verbessern

Es sei wichtig, KI-Anwendungen im Alltag erlebbar zu machen und die Menschen zu einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit dieser Technologie zu befähigen, sagte der Staatssekretär. In diese Richtung ziele auch die Entscheidung, Informatik künftig zum Pflichtfach in Schleswig-Holsteins weiterführenden Schulen zu machen.

Eine weitere wichtige Säule für die Digitalisierung sei die Verfügbarkeit von Daten, auf deren Grundlage die Künstliche Intelligenz zu Entscheidungen und Empfehlungen kommen könne. Deshalb werde die Landesregierung ergänzend zur KI-Strategie auch eine Datenstrategie erarbeiten, betonte Schrödter.

Wie denkt die KI über die Strategie?

Das nachfolgende Zitat zur KI-Strategie des Landes wurde vollständig von einer Künstlichen Intelligenz formuliert, die anhand von sechs Milliarden Parametern und auf der Grundlage tausender Texte trainiert wurde.
(Quelle: https://bellard.org/textsynth/)

Wichtig für diese Strategie ist auch die Förderung von Maßnahmen im Zusammenhang mit KI-Anwendungen und Informatik in der Landesverwaltung. Zur Verbesserung der Informatik- und KI-Situation im Land haben viele Menschen das Ziel, sich gemeinsam näher an die Technologie heranzutasten. So geht die Landes-Initiative "Jetzt mit der Politik – neue Qualität" voran, die eine KI-Verbesserung in Schleswig-Holstein durchgesetzt hat.

 

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