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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Fünf Millionen Euro für mehr Inklusion

Datum 15.09.2021

Gemeinsam mit der Aktion Mensch legt die Landesregierung ein neues Förderprogramm für mehr Inklusion auf und sucht dafür nun fünf Modell-Kommunen.

Alle Menschen sollen gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Mit diesem Ziel legen die Landesregierung und die Stiftung Aktion Mensch gemeinsam ein neues Förderprogramm für mehr Inklusion auf: In fünf Modell-Kommunen im echten Norden sollen neue Inklusionsprojekte entstehen – mit insgesamt bis zu fünf Millionen Euro. Die Fördersumme kommt zu gleichen Teilen aus dem Fonds für Barrierefreiheit des Landes und von der Aktion Mensch. Noch bis zum 31. Januar 2022 können sich die Kommunen um diese Förderung für fünf Jahre bewerben.

"Ich freue mich sehr, dass wir mit der Aktion Mensch das gemeinsame Förderprojekt aufgelegt haben. So können auch die Modell-Kommunen von den langjährigen Erfahrungen und dem Know-how der Aktion Mensch im Bereich der Inklusion profitieren", sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter.

Barrierefreiheit als Inklusions-Baustein

"Für eine erfolgreiche Umsetzung von Inklusion ist es wichtig, dass Vereine, Verbände, Unternehmen, Jugendgruppen, Selbsthilfe- und Ehrenamtsvereine und die Kommunalverwaltung sich vernetzen und ihre Orte oder Stadtteile zu einem inklusiven Sozialraum weiterentwickeln", sagte Schrödter. Dabei sei Barrierefreiheit eines der wesentlichen Merkmale, erklärte der Staatssekretär und Inklusion müsse vor allem dort gelebt werden, wo Menschen sich treffen. "Daher unterstützen wir unsere Kommunen mit dem Förderprogramm dabei, ihre Sozialräume inklusiv, lebendig, kinderfreundlich und barrierefrei zu gestalten."

Alle Informationen rund um die Bewerbung als Modell-Kommune

Aktuelle Modell-Kommunen

Mit der neuen Aktion in Schleswig-Holstein geht das Projekt der Aktion Mensch in die zweite Runde. Bereits 2016 hatte die Stiftung bundesweit fünf Städte und Gemeinden gesucht – 129 hatten sich beworben. Nun begleitet die Aktion Mensch bis Ende Juni 2023 die Modell-Kommunen Erlangen (Bayern), Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Schneverdingen (Niedersachsen), Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) und Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz).

Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat beispielsweise einen Inklusionsbeirat ins Leben gerufen. Er setzt sich zusammen aus Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen und bündelt so auch ihre individuellen Bedürfnisse. Die halbjährlichen Sitzungen finden gemeinsam mit der Stadtverwaltung und komplett in leichter Sprache statt. Darüber hinaus gibt es in der Stadt ein inklusives Café, in dem viele Menschen mit Behinderung arbeiten und mit dem "Rolli-Kurier" einen Supermarkt-Lieferdienst: Ein Rollstuhlfahrer macht auf Bestellung kleine Einkäufe.

Zum Projekt "Kommune Inklusiv" der Aktion Mensch

Inklusion in Schleswig-Holstein

Im echten Norden leben mehr als eine halbe Million Menschen mit einer Behinderung, also fast 20 Prozent. Um ihnen eine möglichst gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, hat Schleswig-Holstein 2017 den ersten Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgelegt. Darüber hinaus fördert das Land seit 2019 beispielsweise den Bau Rollstuhlrampen und Aufzügen, Leitsystemen für Menschen mit Sehbehinderung und behindertengerechten Spielplätzen im öffentlichen Raum. Bislang wurden mehr als 270 Anträge gestellt, von denen etwa die Hälfte bewilligt wurde. Insgesamt zehn Millionen Euro stehen dafür im Fonds für Barrierefreiheit bereit.

Zur Übersicht mit allen geförderten Projekten und den entsprechenden Anträgen.

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