Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Größter Hilfseinsatz seit Jahrzehnten

Datum 20.07.2021

Rund 600 überwiegend ehrenamtliche Katastrophenschützer:innen helfen nun auch in Rheinland-Pfalz.

Schleswig-Holsteins Katastrophenschützer:innen standen schon seit Tagen bereit - nun werden auch sie im Hochwassergebiet gebraucht. Rund 600 überwiegend ehrenamtliche Hilfskräfte aus allen Landesteilen unterstützen die Einsatzkräfte in Rheinland-Pfalz. Für die Helfer:innen ist es ist der größte Einsatz außerhalb des Landes in den vergangenen Jahrzehnten. Die Männer und Frauen helfen für zunächst drei Tage und können bei Bedarf bis zu fünf Tage bleiben.

Ehrenamt ist unverzichtbar

Am Gefahrenabwehrzentrum in Neumünster traf Ministerpräsident Daniel Günther die Hilfskräfte vor der Abreise in den Süden. Er dankte nicht nur den Frauen und Männern, die sich ohne zu zögern gemeldet hätten, sondern ausdrücklich auch deren Partner:innen sowie Arbeitgeber:innen, die sie für diese Zeit freistellen. "Diese Katastrophe zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar unsere ehrenamtlichen Strukturen für unsere Gesellschaft sind", sagte der Ministerpräsident. Gemeinsam mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts und Landesbrandmeister Frank Homrich wünschte er allen Beteiligten für den Einsatz alles Gute: "Passen Sie bitte gut auf sich auf."

Einheiten sind fast autark

Auf den Weg machen sich Angehörige von landeseigenen Brandschutzbereitschaften, kommunalen Feuerwehrbereitschaften und von Einheiten des Sanitätsdienstes. Als sogenannte schwere technische Hilfeleistung bringen sie auch Ladekräne und Radlader mit. Da die Infrastruktur vor Ort zum Teil zerstört ist, sind Logistik, Verpflegung, Hygiene und Unterbringung vielfach problematisch. Schleswig-Holsteins Einheiten leisten die Logistik und Verpflegung jedoch eigenständig und sind damit fast autark. Zusätzlich begleiten Betreuende der Psychosozialen Notfallversorgung die Hilfskräfte, da die Einsätze eine besondere Belastung sein können.

Hilfe aus fast allen Teilen des Landes

Die Männer und Frauen stammen aus Kiel, Neumünster, Schleswig-Flensburg, Pinneberg, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Herzogtum-Lauenburg, Segeberg, Plön, Stormarn und Dithmarschen. Sie gehören Freiwilligen oder Berufsfeuerwehren oder Hilfsorganisationen an, wie zum Beispiel dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern oder Maltesern, dem Arbeiter-Samariter-Bund oder der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Das Technische Hilfswerk unterstützt bei der Logistik gemeinsam mit dem Landesverband Küste der Bundesanstalt. Außerdem sind bereits rund 80 Polizist:innen der ersten Einsatzhundertschaft in Rheinland-Pfalz. Für sie koordiniert das Lagezentrum der Polizei die Logistik.

Auf geht's in den Einsatz

Die Helfer:innen starteten mit 200 Fahrzeugen.

Vorbeugen und sich richtig verhalten

Hochwasser kann in Schleswig-Holstein nicht nur an den Küsten, sondern auch im Binnenland zum Beispiel durch Überschwemmungen auftreten. Ob Ihr Wohnort von Hochwasser betroffen ist, wie Sie vorsorgen können und sich im Falle einer Überschwemmung richtig verhalten, das lesen Sie hier:

Vorbeugen und sich richtig verhalten

Teilen: