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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Knapp 130.000 weitere Impfungen stehen bereit

Datum 27.04.2021

Die Landesregierung hat ihren weiteren Impf-Plan vorgestellt. Ab Donnerstag können wieder Termine gebucht werden.

Schleswig-Holsteins Impf-Kampagne nimmt weiter Fahrt auf: Schon heute haben mehr als 678.000 Menschen ihre erste Corona-Impfung erhalten, das entspricht rund 23,4 Prozent der Bevölkerung. Und das macht sich schon jetzt bemerkbar: Während im Dezember und Januar noch 469 Menschen in Alten- und Pflegeheimen an oder mit Corona verstarben, waren es im März und April nur noch drei. "Das ist ein beeindruckender Beleg für die Wirksamkeit der Impfungen", sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg vor Pressevertreter:innen in Kiel. Dort stellte er gemeinsam mit Ministerpräsident Daniel Günther und Finanzministerin Monika Heinold die nächsten Schritte in der Impf-Kampagne vor.

Impfungen für Prioritätsgruppe 3

Demnach sollen zurzeit weiterhin die Prioritätsgruppen 1 und 2 bei Terminen in den Impfzentren bevorzugt werden. Ab dem 6. Mai können nun auch Menschen der Prioritätsgruppe 3 Impftermine buchen. Innerhalb dieser Gruppe soll es dann jedoch keine weitere Abstufung geben. "Es gibt weiterhin Menschen mit einem erhöhten Risiko auf einen schweren Erkrankungsverlauf", sagte der Gesundheitsminister. Dies betreffe vor allem Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie ältere Menschen. Aufgrund des begrenzten Impfstoffs hätten noch nicht alle Personen der ersten beiden Prioritätsgruppen einen Termin erhalten. Es sei wichtig, diesen zunächst weiterhin Vorrang bei der Terminvergabe zu geben. Zugleich gebe es mit der Öffnung der Impftermine für die Prioritätsgruppe 3 und die jüngst beschlossenen Regelungen für Hausärzt:innen eine klare Perspektive, sagte Garg. "Impfen ist der wichtigste Schritt aus dieser Pandemie. Die Liefer-Ankündigungen der Bundesregierung geben Hoffnung, dass bald deutlich mehr Menschen davon profitieren können."

Konsequenter Schutz der Gesundheit

"Wir setzen unseren konsequenten Schleswig-Holstein-Weg auch bei den noch ausstehenden Etappen hin zu mehr Normalität um", sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Dazu zähle auch, bei den Schulen und Kitas einen strikteren Weg zu gehen, als es der Bund vorgebe. "Dies ist eine schwierige Abwägung und ich verstehe, dass viele Eltern das hinterfragen. Aber der gesundheitliche Schutz der Kinder und Jugendlichen hat gerade angesichts steigender Werte in diesen Altersgruppen für uns eine hohe Priorität." Die genauen Regelungen an den Schulen werde Bildungsministerin Karin Prien am Mittwoch vorstellen.

Der Regierungschef betonte, die Zahlen in Schleswig-Holstein seien weiterhin stabil, weil die Menschen den Weg der Landesregierung so aktiv mitgingen. "Dafür möchte ich mich bedanken und eindringlich darum bitten, dies auch in der kommenden Zeit zu tun. Nur so erreichen wir schnellstmöglich das Ziel." Dazu zähle auch, Freiheiten zurückzugeben, wo dies möglich sei, sagte Günther. "Dies tun wir nun bei den vollständig Geimpften und nachweislich Genesenen, da bei Ihnen das Risiko, andere anzustecken, auf ein Minimum reduziert ist." Diese Gruppe brauche künftig kein negatives Testergebnis mehr vorzulegen, wenn dieses normalerweise notwendig sei.

Schrittweise zurück in die Normalität

"Stück für Stück entscheiden wir, was notwendig ist. Dabei orientieren wir uns sowohl an der fachlichen Bewertung der Lage als auch an der Notwendigkeit, als Gesellschaft solidarisch durch diese schwierige Zeit zu kommen. Dafür braucht es Regeln und Fahrpläne. Ziel bleibt, sobald wie möglich allen ein Impfangebot zu unterbreiten, um so schnell wie möglich Normalität im Alltag zu ermöglichen", sagte Finanzministerin Heinold. Gesundheitsminister Garg ergänzte: "Der Impfstoff, den wir erhalten, der wird auch verimpft. Aufgrund der nach wie vor begrenzten Liefermengen ist aber weiterhin Geduld gefordert."

Neue Impftermine ab Donnerstag

Ab Donnerstag, 29. April, 17 Uhr, stehen auf www.impfen-sh.de für Angehörige der Prioritätsgruppen 1 und 2 erneut 22.000 Erstimpfungstermine zwischen dem 3. und dem 9. Mai zur Verfügung. Im gleichen Zeitraum erhalten die niedergelassenen Arztpraxen nach derzeitigem Stand rund 105.000 Impfdosen von Biontech und AstraZeneca, um damit ebenfalls Personen der Prioritätengruppe 1 und 2 impfen zu können. Außerdem können die Hausärzt:innen seit Montag auch Bürger:innen im Alter zwischen 60 und 69 ein Impfangebot mit AstraZeneca machen, sofern nach ärztlichem Ermessen keine Personen verfügbar sind, die dringender eine Impfung benötigen. Ab dem 6. Mai können dann Angehörige der Prioritätsgruppe 3 ebenfalls Termine für den Zeitraum nach dem 10 Mai buchen.  

Impfungen auch für Lehrkräfte

Am Mittwoch begrüßte Bildungsministerin Karin Prien, dass künftig auch alle Lehrkräfte ein Impfangebot bekommen sollen. "Mit der Öffnung der Prioritätengruppe 3 erhalten weitere gesellschaftlich relevante Berufsgruppen, namentlich sämtliche Lehrkräfte, und alle Personen, die an Schule arbeiten und nicht in der Priorität 2 erfasst waren, ein Impfangebot. Das heißt konkret: ab dem 6. Mai können sich in Schleswig-Holstein jetzt alle Lehrkräfte zur Impfung anmelden und ab dem 10. Mai nach und nach geimpft werden", erläuterte Prien.

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