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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Lage ist ernst

Datum 07.01.2021

Im Landtag hat Ministerpräsident Günther eindringlich dazu aufgerufen, die verschärften Corona-Regeln zu befolgen und Kontakte möglichst zu vermeiden.

Ab kommenden Montag treten in Schleswig-Holstein die neuen Verschärfungen in Kraft. Es sei der Landesregierung nicht leichtgefallen, Schulen und Kitas zu schließen, sagte der Ministerpräsident in einer Regierungserklärung. Aber wenn es nicht gelinge, die Kontakte weiter zu reduzieren, könne die Zahl von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner:innen nicht erreicht werden.

Kontakte auf Minimum reduzieren

Der Regierungschef appellierte an die Menschen, sich in den nächsten drei Wochen möglichst mit niemandem zu treffen. Je eher die Zahlen sinken, desto schneller könnten Schulen und Kitas wieder schrittweise öffnen.

Ihm sei bewusst, dass die Verschärfungen viele Schleswig-Holsteiner:innen hart treffe. Dies gelte insbesondere für Familien. Daher entlaste die Landesregierung die Eltern und werde die Betreuungskosten für den Januar erstatten. Er sei froh, dass der Bund den Eltern zusätzliche Kinderkrankengeldtage gewähre, um sie bei der Betreuung zu unterstützen.

Einschränkung der Bewegungsfreiheit verhindern

Die Verschärfungen sollten auch dazu dienen, eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu verhindern, die ab einer Inzidenzzahl von 200 in einem betroffenen Kreis in Kraft trete. "Wir wollen, dass uns solche Regeln erspart bleiben", sagte Günther.

"Das Niveau der Infektionszahlen ist weiterhin extrem hoch. Was es noch problematischer macht: Es gibt kein klares Lagebild, weil wir nicht genau wissen, wie sich Weihnachten und Neujahr auf die Zahlen ausgewirkt haben." Es sei daher damit zu rechnen, dass die Zahlen weiter steigen werden. "Die Lage in den Krankenhäusern wird dramatischer. Die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, haben sich verdoppelt", erklärte Günther. Seit dem 1. Dezember seien in Schleswig-Holstein so viele Menschen gestorben wie in den neun Monaten zuvor. "Das ist eine Tragödie für die Angehörigen, das ist aber auch eine Tragödie für uns alle. Das ist der Grund, warum wir alle dazu verpflichtet sind, unseren strengen Weg in Schleswig-Holstein weiter zu gehen", sagte Günther.

Schleswig-Holsteins strenger Weg hat sich bewährt

Schleswig-Holsteins konsequenter Weg habe sich bereits bewährt: Nur in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kämen weniger als 1.000 Covid-19-Erkrankte auf 100.000 Einwohner. Bundesweit liege der Durchschnitt bei über 2.100. Schleswig-Holstein habe 16 Tote auf 100.000 Einwohner zu beklagen, während es bundesweit 42 Tote auf 100.000 Einwohner seien.

Ein Lichtblick sei das Impfen. Günther würdigte die Geschwindigkeit, mit der es gelungen sei, in so kurzer Zeit einen Impfstoff zu entwickeln. Aufgrund der aktuell knappen Impfstoffdosen war es zu Engpässen bei der Terminvergabe für die Impfungen gekommen. Er appellierte an die Menschen, die in den vergangenen Tagen bei der Terminvergabe leer ausgegangen seien: "Sie werden in den Wintermonaten geimpft werden. Vertrauen Sie darauf!" Alle anderen Menschen erhielten bis zum Sommer ein Impfangebot: "Das Impfen wird uns helfen."

Mit Disziplin Freiheiten zurückgewinnen

Ziel müsse sein, dass Anfang Februar die Zahlen soweit gesunken seien, dass es wieder Perspektiven für Sport, Vereine und Gastronomie geben könne. "Keiner kann versprechen, wann das genau sein wird", stellte der Regierungschef klar. Er rechne noch bis Ostern mit Einschränkungen. "Wir wollen unsere Freiheiten zurückgewinnen. Deshalb ist es notwendig, dass die Menschen solidarisch mitmachen!" Bereits über Weihnachten und Neujahr seien viele Schleswig-Holsteiner:innen sehr diszipliniert gewesen. Dieses Miteinander, diese gesellschaftliche Unterstützung sei nicht selbstverständlich.

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