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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

"Wir müssen jetzt reagieren"

Datum 27.10.2020

Aufgrund der derzeit bundesweit steigenden Infektionszahlen soll in Schleswig-Holstein landesweit ein strengeres Regelwerk gelten.

UPDATE: In ihrer Konferenz mit der Bundeskanzlerin haben die Regierungschefs der Länder weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Weitere Informationen

Zwölf Tage, soweit liegt Schleswig-Holstein mit seinen Corona-Zahlen hinter dem Bundesdurchschnitt. "Wir stehen im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich besser da“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei einer Pressekonferenz in Kiel. "Unser Ziel ist es, die Lage im Griff zu behalten, dazu müssen wir jetzt reagieren".

Strengere Regeln für die nächsten drei Wochen

Er kündigte ab dem Wochenende für die folgenden drei Wochen ein strenges Regelwerk an. "Maske, Abstand, Kontaktreduzierung – das muss ab jetzt für alle gelten", sagte der Regierungschef. Das in Arbeit befindliche Regelwerk soll landesweit gelten.

Kontakte einschränken

Zehn Personen – diese Zahl sollten sich nun alle Schleswig-Holsteiner:innen einprägen. Sie soll ab dem Wochenende für Veranstaltungen mit "Gruppenaktivitäten", wie z.B. private Feiern oder Treffen und auch den Kontaktsport – mit Ausnahme des Profisports mit entsprechenden Testkonzepten – als Grenze gelten.

"Ich appelliere dringend an die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, das nicht auszureizen, sondern sich lieber mit weniger Personen zu treffen," sagte Günther.

Für Veranstaltungen mit "Markt- oder Sitzungscharakter" mit entsprechenden Hygiene- und Abstandskonzepten, sollen dann nur noch maximal 100 Teilnehmer zugelassen werden. Dies soll z.B. auch für Landmärkte, Lesungen oder die Zuschaueranzahl beim Sport gelten.

Gastronomie soll offen bleiben

Die Landesregierung wolle, dass gastronomische Betriebe geöffnet blieben. Gleichwohl gebe es ab dem Wochenende eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr sowie ein Verkaufsverbot für Alkohol, das nicht nur für die Gastronomie, sondern auch für Supermärkte und Tankstellen gelte.

Ein Schild mit der Aufschrift Corona-Knigge 1. Abstand 1,5 Meter, 2. Trage deine Maske, 3. Bleibt gesund Corona-Knigge (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) In den kommenden drei Wochen verschärft die Landesregierung die Corona-Regelungen in ganz Schleswig-Holstein. © dpa

Für Veranstaltungen, auch im Sport, seien dann nur noch maximal 100 Teilnehmer zugelassen. Für private Treffen gilt die Zehn-Personen-Regel.

"Wir müssen die nächsten drei Wochen konsequent sein!", appellierte der Ministerpräsident an die Bürger:innen. "Noch haben wir es selbst in der Hand, deshalb meine herzliche Bitte: Machen Sie alle mit, dann kommen wir in Schleswig-Holstein gut durch die Krise!"

Maskenpflicht in Schulen verlängert

Für die Schulen kündigte er an, dass die Maskenpflicht für Schüler:innen ab der 5. Klasse um drei Wochen bis zum 20. November verlängert werde. Bei einem Inzidenzwert von über 50 gelte sie dann auch für Grundschüler:innen und zwar solange, bis der Inzidenzwert fünf Tage am Stück unterschritten wurde. 

Verbindliches Regelwerk im Laufe der Woche

Die entsprechende Änderung der Verordnung solle laut Günther zum Wochenende veröffentlicht werden. Dabei könnten gegebenfalls auch die Beschlüsse der für morgen geplanten Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder einfließen. Grundlage für die angekündigten Regelungen in Schleswig-Holstein ist der bereits veröffentlichte Erlass, mit dem Kreise und kreisfreie Städte bei Überschreitung der "50er-Inzidenz" handeln. Diese auf einzelne Kreise bezogene Regelung soll durch das neue landesweite Regelwerk zum Wochenende ersetzt werden.

Alle Erlasse und Verordnungen: https://schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse

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