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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Zukunftsweisendes Energieprojekt

Datum 21.10.2020

In Goosefeld entsteht eine neuartige Biogas-Anlage, die Energie aus Stroh erzeugt. Das Land fördert den Bau mit 1,5 Millionen Euro.

Schleswig-Holstein ist ein Land der Energiewende und produziert mehr Strom aus erneuerbaren Energien als es rechnerisch verbraucht. Rund zehn Prozent des Stroms stammt aus Biogas-Anlagen. Doch die umweltfreundliche Alternative hat einen Haken: Zur Produktion werden große Mengen an Biomasse benötigt, vor allem Zuckerrüben und Mais – so landet etwa ein Drittel der deutschen Mais-Ernte in Biogas-Anlagen statt auf dem Teller.

Bundesweiter Vorreiter

Das will das Goosefelder Unternehmen "Bioenergie Marienthal" ändern und künftig mit einer bundesweit einzigartigen Biogas-Anlage Energie aus Stroh und Mist gewinnen. Das Land fördert das Projekt mit 1,5 Millionen Euro. Bei einem Firmenbesuch überreichte Ministerpräsident Daniel Günther nun einen entsprechenden Förderbescheid an den Marienthal-Geschäftsführer, Philip Klagges. Es reiche nicht, sich bei der Energiewende nur auf zu Windkraft stützen, sagte Günther. "Wärme, Strom und Biomethan aus Biogas sind ein wichtiger Baustein nachhaltiger Energieerzeugung."

Biogasanlage mit Kornfeld im Vordergrund Biogasanlage (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Die meisten Biogas-Anlagen erzeugen Energie aus Mais-Silage aus Monokulturen. © M. Staudt/grafikfoto.de

Dies werde in Goosefeld besonders deutlich: Schon heute fließe ein Großteil der hier erzeugten Energie direkt in die Haushalte im Umland. "Das wirkt alles sehr durchdacht, gut verankert und nachhaltig angelegt", sagte Günther. "Genau solche Projekte brauchen wir in einem landwirtschaftlich geprägten Flächenland wie Schleswig-Holstein."

Hochmoderne Technologie

In der neuen Anlage wird bislang nicht nutzbares Material wie Stroh zerkleinert und in Überdruckbehältern in mehreren Schritten auf bis zu 180 Grad Celsius erhitzt und aufgespalten. Die Technologie dafür stammt von einer österreichischen Spezialfirma. Mit den Landesmitteln kann "Bioenergie Marienthal" die notwendigen Teile anschaffen und installieren. Darüber hinaus baut das Unternehmen eine Lagerhalle, aus der die Rohstoffe automatisch in die Anlage transportiert werden können.

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