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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Neue Regeln für den Sport

Datum 14.08.2020

Bald dürfen wieder Ligaspiele und Trainings stattfinden – das Kabinett hat neue Regelungen für die Sportvereine verabschiedet.

Die Landesregierung hat die am Mittwoch angekündigten Anpassungen der für den organisierten Sport geltenden coronabedingten Einschränkungen beschlossen. Damit soll eine größere Einheitlichkeit im Bundesgebiet sowie eine Annäherung an die Regelungen, die bei anderen Veranstaltungen in Schleswig-Holstein gelten, erreicht werden. Die entsprechende Verordnung tritt am 19. August in Kraft.

Regelungen verantwortlich umsetzen

Gesundheitsminister Heiner Garg und Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack appellierten an alle Beteiligten die neuen Regelungen verantwortungsvoll umzusetzen. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hätten die Vereine sportartspezifische Hygienekonzepte entwickelt und umgesetzt. Entscheidend sei auch die lückenlose Kontaktverfolgung, die mit den heutigen Spielberichtsystemen des organisierten Sports nahezu auf Knopfdruck gegeben sei. Mit den neuen Regelungen lägen laut Sütterlin-Waack die nötigen Voraussetzungen vor, um das Mannschaftstraining zur Vorbereitung des Liga- und Wettkampfbetriebes wieder aufzunehmen. Dazu gehöre ausdrücklich auch die Vorbereitung sportartspezifischer Prüfungen.

Keine Lockerungen für Publikum

Eine darüberhinausgehende Lockerung für Zuschauer:innen sei aufgrund der steigenden Infektionszahlen aus Sicht der Landesregierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu verantworten. An- und Abreise, Zuschauerkontakte in Wartebereichen und  Fan-Gesänge stellen ein erhöhtes Infektionsrisiko dar. Auch die Kontaktverfolgung in Stadien und auf Plätzen gestalte sich schwieriger, erklärte Sütterlin-Waack. "Deshalb konzentrieren wir uns bei allem Verständnis jetzt zunächst einmal auf die Ausübung des Sports", sagte die Innenministerin.

Regelungen für Sportler:innen:

Für den Wettkampfbetrieb und Sportprüfungen sowie das darauf vorbereitende Training in allen Sportarten gilt künftig eine Ausnahme vom Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen. Dies gilt für den Freizeit-, Breiten-, Leistungs- und Spitzensport. Dabei ist es unerheblich, ob die Wettkämpfe im Rahmen von Ligen, von Turnieren oder in anderer Form stattfinden.

Bei allen anderen Aktivitäten, die vor oder nach dem Sport ausgeübt werden, gilt weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Metern.

Regelungen für den Mannschaftssport

Für die Sportausübung in Gruppen von mehr als 10 Personen gelten zusätzliche Anforderungen, um Infektionsgefahren möglichst gering zu halten.

Die Sportvereine müssen im Vorwege ein Hygienekonzept zu erstellen. Dessen Mindestinhalt ergibt sich aus § 4 Absatz 1 der Landesverordnung (www.schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse.de) Das Hygienekonzept muss besondere Infektionsrisiken der jeweils ausgeübten Sportart berücksichtigen. Insbesondere soll festgelegt werden, dass die Gruppengröße nicht das für die Ausübung des Sports erforderliche Maß überschreitet.

Darüber hinaus muss der Sportverein die Kontaktdaten der Teilnehmer:innen erheben. Gehört der Veranstalter einem oder mehreren Sportverbänden auf Landes- oder Bundesebene an, hat er deren veröffentlichte Konzepte und Empfehlungen zur Eindämmung der Infektionsgefahr umzusetzen.

Regelungen für Zuschauer:innen

Nach wie vor sind beim Sport Zuschauer:innen nur bei Wettkämpfen im Freien zugelassen. In geschlossenen Räumen sowie beim Training auch im Freien sind Zuschauer:innen weiterhin nicht zulässig.

Die maximale Zuschauerzahl hängt davon ab, ob es feste Sitzplätze gibt– dann sind bis zu 500 Personen zugelassen. Gibt es keine festen Sitzplätze, ist die Zahl auf 150 begrenzt. In jedem Fall sind die Kontaktdaten der Zuschauer:innen zu erheben.

Bußgeld bei Verstößen

Verstöße gegen die Pflicht zur Erstellung von Hygienekonzepten und zur Erhebung von Kontaktdaten, sind bußgeldbewehrt. Die maximale Höhe wird in der kommenden Woche festgelegt.

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