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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Wirtschaft ist vorbereitet

Datum 11.03.2020

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. In Kiel trafen sich nun Vertreter von Landesregierung und Wirtschaft.

"Es war uns wichtig, zuzuhören und zu erfahren, wo wir der heimischen Wirtschaft helfen können", sagte Ministerpräsident Daniel Günther im Anschluss an das Treffen in Kiel. Es habe sich gezeigt, dass ein großer Gesprächsbedarf bestehe, erklärte der Regierungschef. Deshalb werde es in der nächsten Zeit weitere Treffen geben. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz hatte sich Günther mit den Präsidenten der Industrie- und Handelskammern (IHK) Lübeck und Kiel, Friederike Kühn und Klaus-Hinrich Vater, sowie mit der Regionaldirektorin der Arbeitsagentur Nord, Margit Haupt-Koopmann getroffen, um über die Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf die Unternehmen im Land zu sprechen.

Gemeinsam für die Unternehmen im Land

Gesundheitsminister Garg bezeichnete die aktuelle Situation als einen "gesellschaftlichen Stresstest". "Wir müssen jetzt als Gesellschaft zusammenstehen. Da spielt die Wirtschaft natürlich auch eine wichtige Rolle."

Wirtschaftsminister Buchholz betonte, es sei nun wichtig, mit der nötigen Ruhe auf das Coronavirus zu reagieren. Es sei möglich, dass Unternehmen in der nächsten Zeit in Zahlungsengpässe kommen. Das Land sei nun in der Verantwortung, den Betrieben so gut es geht unter die Arme zu greifen.

Gutes Krisenmanagement

IHK-Präsidentin Kühn lobte den offenen Austausch der Gesprächspartner. Das Krisenmanagement funktioniere gut, ein Großteil der Betriebe im Land sei derzeit nicht auf Unterstützung angewiesen. Allerdings seien die Entwicklungen in naher Zukunft nur schwer vorauszusehen, deshalb seien regelmäßige Gespräche notwendig.

Die Wirtschaft werde in allen Bereichen betroffen sein, erklärte Klaus-Hinrich Vater von der IHK Kiel. Zwar seien die Auswirkungen derzeit noch nicht besonders spürbar, dies werde sich jedoch ändern, wenn der Warenstrom aus den Zulieferbetrieben im Ausland abnehme. Darauf seien die Betriebe jedoch eingestellt, sagte Vater und verwies auf die schnellen und unbürokratischen Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit.

Angebote für Unternehmer

Eines dieser Angebote sei das Kurzarbeitergeld, erläuterte die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. Das Kurzarbeitergeld soll Auftragsflauten abmildern und Entlassungen in den Betrieben verhindern. Bislang hätten 20 Betriebe mit insgesamt rund 360 Beschäftigten diese Möglichkeit genutzt, sagte Haupt-Koopmann. Es lasse sich jedoch eine steigende Nachfrage beobachten. Für Fragen der Unternehmen stehe die gebührenfreie Arbeitgeberhotline der Arbeitsagentur unter 0800 4555520 bereit.

Informationen und hilfreiche Links zum Coronavirus für Unternehmen

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