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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Neue Regeln für den Umgang mit Corona

Datum 10.03.2020

Bis zum 10. April dürfen im echten Norden keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern mehr stattfinden.

"Wir sind uns bewusst, dass diese Regelung für viele Menschen eine Einschränkung bedeutet. Doch sie ist wichtig, um Menschen, insbesondere ältere, zu schützen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther auf einer Pressekonferenz in Kiel. Zuvor hatte das Landeskabinett beschlossen, wegen des Coronavirus (SARS-CoV-2) alle Großveranstaltungen in Schleswig-Holstein bis zum 10. April zu untersagen. An die Organisatoren kleinerer Veranstaltungen appellierte der Regierungschef darüber hinaus, genau zu prüfen, ob diese wirklich notwendig seien. "Diese Vorkehrungen sollen dazu dienen, die Infektionsketten zu unterbrechen", sagte er.

Ansteckung verlangsamen

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg betonte, diese Entscheidung schaffe Klarheit für ganz Schleswig-Holstein. Dennoch könne sie nicht verhindern, dass sich weitere Menschen mit dem Virus ansteckten. Gerade deswegen sei die Disziplin jedes Einzelnen gefragt, um die Verbreitung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen.

Es gehe der Landesregierung bei ihren Vorkehrungen darum, Zeit zu gewinnen, sagte er. Einerseits, um die Zahl der Infizierten so gering wie möglich zu halten, bis ein Heilmittel entwickelt wurde, andererseits um die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen.

20 bestätigte Fälle im echten Norden

Eine Person im Laborkittel füllt mit einer Pipette eine Flüssigkeit in ein Gefäß. Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg testet eine Probe auf SARS-CoV-2. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Das Coronavirus lässt sich nur mithilfe eines Labortests nachweisen. © dpa

Seit Beginn des Jahres beschäftigt SARS-CoV-2 Ärzte und Epidemiologen auf der ganzen Welt. Der Erreger war erstmalig in der chinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. In Deutschland sind laut dem Robert-Koch-Institut mehr als 1.000 Personen erkrankt, vor allem in Nordrhein-Westfalen. In Schleswig-Holstein sind bislang 20 Ansteckungen bekannt, zwei Patienten werden im Krankenhaus behandelt. Darüber hinaus stünden mehrere Menschen unter Verdacht, sich angesteckt zu haben. Dabei handele es sich vor allem um Menschen, die sich zuvor in Risikogebieten aufgehalten hatten, sagte Garg. Deshalb habe die Landesregierung jüngst neue Quarantänevorschriften für Reiserückkehrer erlassen.

Sonderregeln für Reiserückkehrer

Seit Montag dürfen Personen öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kitas und Krankenhäuser nicht mehr betreten, wenn innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet waren. Darüber hinaus sollten diese Personen möglichst zuhause bleiben. Dies gelte auch für Mitglieder der Landesregierung, sagte der Ministerpräsident. So arbeite Bildungsministerin Karin Prien derzeit von zuhause – sie hatte sich in Norditalien aufgehalten, bevor es zum Risikogebiet erklärt worden sei.

Aktueller Sachstand

Das Gesundheitsministerium informiert regelmäßig über neue Entwicklungen im Hinblick auf das Coronavirus.

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Weitere Informationen

 Aktuelle Fallzahlen in Deutschland (Robert-Koch-Institut)

Häufig gestellte Fragen zu SARS-CoV-2 (Robert-Koch-Institut)

SARS-CoV-2-Risikogebiete (Robert-Koch-Institut)

Hygiene-Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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