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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Erinnerung wachhalten

Datum 27.01.2020

Mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal in Itzehoe hat Ministerpräsident Daniel Günther der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

"Wer die Demokratie schützen und stärken will, muss die Erinnerung wachhalten", sagte Ministerpräsident Daniel Günther am Sonntag bei der Kranzniederlegung in Itzehoe. Das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Itzehoe entstand 1946 und war das erste seiner Art in Nordeuropa. Initiator für den Bau war der deutsch-ungarische Filmproduzent Gyula Trebitsch.

"Schweigen ist keine Antwort"

Günther bezeichnete das Mahnmal als "Ort des Erinnerns und als Ort des Schams angesichts deutscher Gräueltaten". Schweigen sei keine Option, sondern könne töten. Deshalb rief der Regierungschef zum entschlossenen Handeln gegen Rechtsextremismus auf:  "Wir Deutsche haben eine besondere Verantwortung. Deshalb müssen wir auch zusammenstehen und aufstehen, wenn rechte Gewalt und Antisemitismus zunehmen. Wir müssen Extremismus und Judenhass klare Worte und Taten entgegensetzen", sagte er. Demokraten seien heute alle miteinander herausgefordert: "Schweigen ist keine Antwort. Es ist unser gemeinsamer Auftrag, das Wort zu ergreifen und dagegenzuhalten."

Einsatz gegen das Vergessen

Backsteinsäule mit Metallschale auf der Spitze, Gedenktafeln und Gitterumzäunung. Das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus wurde 1946 als erstes seiner Art erbaut. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus wurde 1946 als erstes seiner Art erbaut. © Wikipedia.de / Nightflyer (GNU-Lizenz)

Der Ministerpräsident würdigte das Engagement vieler Menschen in Itzehoe und Umgebung, die sich seit Jahrzehnten gegen das Vergessen engagieren: "Ich bin dankbar, dass es Erinnerungsorte wie diesen gibt. Vielen Dank an den Deutschen Gewerkschaftsbund und an die Arbeitsgemeinschaft Mahnen für diese wichtige und unverzichtbare Gedenkarbeit."

Gedenkveranstaltung im Landtag

Am Montagabend nahm Ministerpräsident Günther an der zentralen Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Landtag teil. Sie erinnerte an die Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee und gedenkt der Opfer, für die Befreiung und Kriegsende zu spät kamen.

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