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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Grundsteinlegung in Gettorf

Datum 08.01.2020

Mit dem "Hospiz im Wohld" entsteht ein Ort der Geborgenheit für sterbende Menschen – mit Unterstützung des Landes.

Im Herbst 2020 soll das "Hospiz im Wohld" in Gettorf fertig sein. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Hospizvereins Dänischer Wohld, Dr. Friederike Boissevain, und Gettorfs stellvertretenden Bürgermeister Joachim Wendt-Köhler haben Ministerpräsident Daniel Günther und Sozialminister Dr. Heiner Garg den Grundstein gelegt. Zehn Betten wird die Einrichtung später anbieten können, zwei davon für Kinder und Jugendliche. "Aus einer Idee für ein Hospiz im Dänischen Wohld ist jetzt Wirklichkeit geworden. Mit dem neuen Hospiz wird ein Haus entstehen, in dem die kranken Menschen einen Ort der Geborgenheit finden", sagte Günther.

Gute Pflege für sterbende Menschen

Der Ministerpräsident überreichte als letzten Baustein der Finanzierung einen Förderbescheid über 300.000 Euro: "Als Landesregierung ist es uns wichtig, dass sterbende Menschen darauf vertrauen können, dass sie in ihrem letzten Lebensabschnitt eine gute Pflege erhalten. Gemeinsam mit hoch engagierten Menschen in den Hospizvereinen wollen wir daher eine flächendeckende und gute Versorgung erreichen", sagte er.

Weitere Hospize in Planung

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg betonte: "Menschen, die an ihrem Lebensende stehen, werden bei uns nicht zurückgelassen. Das liegt vor allem daran, dass wir viele haupt- und ehrenamtlich Tätige haben, die sich intensiv um schwerkranke Menschen kümmern." Die Landesregierung wolle für eine umfassende Versorgungsstruktur mit vielfältigen und differenzierten Angeboten sorgen. Die Planungen für fünf weitere stationäre Hospize in vergleichbarer Größe wie in Gettorf seien bereits recht weit fortgeschritten. Drei weitere Hospize würden aller Voraussicht nach bereits in diesem Jahr eröffnen.

Dank an Hospizverein

Zur Förderung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum wurde der Bau des Hospizes in Gettorf auch vom Innenministerium mit 750.000 Euro aus EU-Mitteln unterstützt. Der Ministerpräsident dankte allen Förderern und vor allem den Ehrenamtlern vom Hospizverein Dänischer Wohld: "Sie unterstützen einfühlsam schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen. Erst durch Ihre Arbeit können sterbende Menschen ihre letzte Lebenszeit gut umsorgt und in vertrauter Umgebung verbringen. Ich bin von Ihrer Arbeit tief beeindruckt", sagte er. Der Hospizverein wurde 2012 gegründet. Mittlerweile unterstützen 30 ehrenamtliche Hospizbegleiter die Menschen in den Gemeinden der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld und der Gemeinde Altenholz.

Hintergrund

Sterbenskranke Menschen sollen möglichst bis zu ihrem Lebensende in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Stationäre Hospizplätze sind ein ergänzendes Angebot für schwerstkranke und sterbende Menschen, für die weder im Krankenhaus noch zuhause versorgt werden können.

In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 69 Hospiz-Plätze in Kiel, Geesthacht, Elmshorn, Rendsburg, Niebüll und Lübeck. Weitere Hospize sind in Schleswig, Bad Oldesloe, Itzehoe und Norderstedt geplant. Außerdem gibt es 55 ambulante Hospizdienste, deren ehrenamtliche Mitarbeiter Einrichtungen und Angehörige unterstützen.

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