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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

30 Jahre Mauerfall

Datum 09.11.2019

Was jahrzehntelang undenkbar schien, wurde am 9. November 1989 Realität. 30 Jahre später feiern wir gemeinsam die Öffnung der innerdeutschen Grenze.

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"Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." Die Worte des SED-Politbüro-Mitglieds Günter Schabowski am 9. November 1989 sind längst in das kollektive Gedächtnis Deutschlands eingebrannt. Nur Stunden später öffneten sich die Grenzen zur BRD und tausende Menschen betraten westdeutschen Boden.

Dreißig Jahre später erinnerte Ministerpräsident Daniel Günther an die friedliche Revolution und an den Mut der Menschen in der ehemaligen DDR. Gemeinsam mit Manuela Schwesig, der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, nahm Günther an den Feierlichkeiten entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze teil, unter anderem in Lübeck-Schlutup und in Ratzeburg.

Mut und Zuversicht für die Zukunft

"Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehören heute zusammen: Nicht als Ost und West, sondern als norddeutsche Nachbarn", sagte Günther und erinnerte an den Herbst 1989: "Diese gemeinsame Geschichte verbindet uns. Wir haben die gleichen Bilder im Kopf, wie sich Menschen weinend, lachend und glücklich in den Armen lagen, als die Mauer fiel." Diese Erinnerungen und das Wissen um die große Aufbauleistung nach 1989 sollte alle Menschen im Norden stärken, gemeinsam mutiger und zuversichtlicher in die Zukunft zu schauen.

Aus der Vergangenheit lernen

Der Regierungschef rief auch dazu auf, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen: "Wir müssen mehr Verständnis füreinander bekommen, für die Geschichte, für Leistungen und auch für Ängste der Menschen in Ost und West." Dieses Verständnis sei die Basis für die gemeinsame Zukunft in Deutschland. Nur so könne auch die Deutsche Einheit weiter vorangebracht werden.

"Heute wollen wir das Verbindende feiern, entlang des Streifens, der unsere Länder einst trennte", sagte Günther. Vor dreißig Jahren hätten die Menschen mit ihrem Mut und ihren Protesten auf Straßen und in Kirchen das Ende der DDR erzwungen: "Die Menschen in Ostdeutschland können stolz auf diese Leistung sein."

Gespräch mit Schülern

Eine Menschengruppe steht vor einem Schild. Ein Mann erklärt etwas. Gemeinsam mit rund 900 Schülern der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule Büchen besichtige Bildungsministerin Prien den ehemaligen Grenzverlauf. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Gemeinsam mit rund 900 Schülern der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule Büchen besichtige Bildungsministerin Prien den ehemaligen Grenzverlauf. © Bildungsministerium

Bereits am Vortag hatte Bildungsministerin Karin Prien mit Schülerinnen und Schülern der Büchener Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule die ehemalige innerdeutsche Grenze besucht. Dabei erinnerte die Ministerin an die Verantwortung der Gesellschaft. Es sei an der Zeit, eine Debatte über die deutsch-deutschen Geschichte zu suchen. "Die Frage ist ob Ost und West 30 Jahre nach Grenzöffnung wirklich schon zusammengewachsen sind. Wir merken an vielen Stellen, dass doch noch nicht alles so gut klappt miteinander, wie wir vielleicht angenommen haben. Gerade deshalb ist die Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte so wichtig", betonte die Ministerin.

Schülerinnen und Schüler sollten ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass sich noch vor wenigen Jahrzehnten in wenigen Kilometern Entfernung ein Unrechtsregime gehalten habe, das seine Bürgerinnen und Bürger bespitzelt und drangsaliert habe. Deshalb sei es der Landesregierung im Jahr der politischen Bildung wichtig gewesen, dass zahlreiche Veranstaltungen um den Jahrestag des Mauerfalls im echten Norden stattfänden.

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