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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

10 Millionen Euro für KI-Forschung

Datum 19.09.2019

Das Bundeswirtschaftsministerium will ein norddeutsches Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin fördern.

Schnelle Diagnosen, virtuelle Rehabilitationsprogramme, intelligente Pflegeroboter – die Anwendungsbereiche für künstliche Intelligenz in der Medizin sind gewaltig. Nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums soll Norddeutschland nun ein Kompetenzzentrum für KI bekommen. Stimmt der Bundestag zu, fließen mit der Entscheidung rund zehn Millionen Euro in den Norden.

Das Projekt "KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme" (KI-SIGS) unter der Leitung der UniTransferKlinik Lübeck will ab 2020 die Medizin zukunftsfähig auf die Digitalisierung einstellen. Hinter dem Projekt stehen die Universitäten Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Unterstützt wird KI-SIGS von den Landesregierungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.

Spitzenforschung aus dem Norden

"Die erfolgreiche Bewerbung von KI-SIGS ist ein Erfolg für ganz Norddeutschland", kommentierte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Projektpartner hätten gezeigt, dass der Norden auch im Bereich der Hochtechnologie bundesweit konkurrenzfähig sei. "Unser Anspruch ist, im Bereich der Gesundheitswirtschaft weltweit in der ersten Liga zu spielen. Die Voraussetzungen, die die Partner aus Wissenschaft, Industrie und Kliniken – unterstützt durch die Regierungen der drei Länder – bieten, sind hervorragend und versprechen einen Innovationsschub für die deutsche Wirtschaft insgesamt."

Potenzial für intelligente Gesundheitssysteme nutzen

Durch die zunehmende Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft, Medizin und Medizintechnik steigt die Menge an großen, heterogenen, komplexen und teilweise unstrukturierten Datensätzen rasant an. Diese Daten bergen ein großes Potenzial für intelligente Gesundheitssysteme und adaptive selbstlernende KI-Technologien. Hier setzen die Wissenschaftler mit ihrem Konzept "KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme" an.

Prof. Dr. Claudia Schmidtke, Patientenbeauftrage der Bundesregierung, betonte die überregionale Bedeutung des Projektes: "Wir können mittlerweile mit gesundem Selbstbewusstsein sagen: Der Norden ist einer der Top-Standorte für Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen. Hervorragende Hochschulen und Universitätskliniken, enger Praxisbezug in dynamischen Unternehmensclustern und nicht zuletzt die tatkräftige Unterstützung der Politik im Bund und in den beteiligten Ländern haben dafür gesorgt. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir gemeinsam fortschreiben."

Video-Porträt des Projekts