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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Schaufenster der Technik

Datum 10.09.2019

Ministerpräsident Daniel Günther hat die Fachmesse "HUSUM Wind" eröffnet. Anschließend tagte dort auch das Landeskabinett.

Schleswig-Holstein ist das Land der Windenergie: Seit mehr als 30 Jahren werden hier Windkraftanlagen gebaut, Deutschlands erster Windpark entstand 1987 an der Westküste. Seit 1989 treffen sich Vertreter der Branche alle zwei Jahre zur Fachmesse "HUSUM Wind" in der nordfriesischen Kreisstadt – zuerst in einer alten Viehauktionshalle, mittlerweile in einem modernen Kongresszentrum.

"Wir denken Wind weiter" – unter diesem Motto präsentieren bis zum 13. September rund 650 Aussteller ihre Produkte, unter anderem für Anlagentechnik und Stromumwandlung. Doch auch Themen wie Finanzierungsmöglichkeiten und Marketingstrategien für Windenergie stehen auf dem Programm.

Potenziale nutzen

"Die HUSUM Wind ist das Schaufenster für den aktuellen Stand der Technik im gesamten Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energie, der Speicherung und des Transports", sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei der Eröffnung der Fachmesse. "Wir sehen die erneuerbaren Energien als Chance für unsere Wirtschaft." An der anschließenden Podiumsdiskussion über die Zukunftspotenziale der Branche nahm neben Verbands- und Unternehmensvertretern auch Energiewendeminister Jan-Philipp Albrecht teil.

Appell an den Bund

Am Rande der Messe trafen sich die Vertreter der Landesregierung zu einer auswärtigen Kabinettsitzung. Dabei beschlossen die Mitglieder, eine Initiative in die Bundesratssitzung am 20. September einzubringen. Die Landesregierung will darin die Bundesregierung auffordern, den Ausbau der Erneuerbaren Energien wieder zu beleben. Dafür sollen die Ausbauziele und Ausschreibungsmengen für alle erneuerbare-Energien-Technologien angehoben werden.

Kompromiss für Windausbau

"Wenn die Energiewende doch noch gelingen soll, muss der Bund jetzt endlich den Fuß von der Bremse nehmen. Wir brauchen neue Impulse in allen Bereichen der erneuerbaren Energien", erklärte Energiewendeminister Albrecht und forderte: "Es muss über alle Sektoren hinweg eine belastbare Ausbauperspektive geben."

Entscheidend sei, den Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen an Land nicht weiter zu deckeln. "Wir müssen die Netzausbaugebiete abschaffen, denn diese bremsen das aus, was wir auf Landesebene bewegen", appellierte Albrecht. Schleswig-Holstein erarbeite einen Kompromiss für den Windenergie-Ausbau, der bundesweit Signalwirkung haben könnte. Es sei nicht akzeptabel, dass die Ergebnisse dieses Kompromisses am Ende von nicht mehr zeitgemäßen Rahmenbedingungen torpediert würden, sagte der Minister.

Hintergrund

Der Fokus der "HUSUM Wind", zu der rund 17.500 Gäste erwartet werden, liegt auf der deutschen Windenergiebranche. Schwerpunkte der Messe sind in diesem Jahr unter anderem die Digitalisierung und Speichertechnologien für erneuerbare Energien. Außerdem findet am letzten Veranstaltungstag die Jobmesse "Windcareer" statt, bei der rund 30 Unternehmen die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Branche präsentieren.

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